Borussia Dortmund zu Gast in Nürnberg: Wegen Katastrophenfall! Erschreckend viele Plätze frei im Stadion

Borussia Dortmund war am Montagabend zu Gast in Nürnberg.
Borussia Dortmund war am Montagabend zu Gast in Nürnberg.
Foto: imago/Jan Huebner

Nürnberg. Überraschendes Bild beim Montagsspiel in der Bundesliga zwischen dem 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund.

Beim Anpfiff der Partie waren erschreckend viele Plätze im Max-Morlock-Stadion frei – und das, obwohl mit Borussia Dortmund der Tabellenführer zu Gast war.

Borussia Dortmund zu Gast in Nürnberg: Stadion auffällig leer

In den sozialen Netzwerken stellten viele TV-Zuschauer daher die berechtigte Frage, warum das Stadion ausgerechnet dann leer bleibt, wenn ein solch attraktiver Gegner zu Gast ist. Schließlich waren doch alle Karten vergriffen.

Hauptgrund für die leeren Ränge war also keinesfalls ein mögliches Desinteresse der Nürnberger Fußballfans. Am Montag wurde in Nürnberg eine Weltkriegsbombe gefunden. Die Entschärfung am Montagabend führte zu einem gewaltigen Verkehrschaos in der Stadt. Dadurch kamen einige Zuschauer zu spät am Stadion an.

Die Stadt Nürnberg rief sogar den Katastrophenfall aus. Tausende Menschen mussten evakuiert werden.

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Schlechte Stimmung in Nürnberg

Nach Anpfiff trudelten dann auch allmählich die letzten Zuschauer am Stadion ein. Das änderte jedoch nichts daran, dass die Stimmung beim Spiel zunächst alles andere als gut war. Die aktive Fanszene des BVB blieb der Partie aus Protest gegen die Montagsspiele fern. Die organisierten Nürnberger Fans hielten in der ersten Halbzeit einen Stimmungsboykott ab.

"Wir sind wütend", hatte die Nordkurve Nürnberg vor dem Spiel in einer Mitteilung bekanntgegeben: "Nach massiven Protesten hatte die DFL zuletzt angekündigt die Montagsspiele in der ersten und zweiten Liga ab der Saison 2021/22 abschaffen zu wollen. Bis dahin, so dachten wir, würde man schon auf die Fans achten: einzelne Clubs nicht mehrfach mit der Montagspartie belasten, die Entfernungen für Auswärtsfans so gering wie möglich halten. Wir würden gerne an Zufälle glauben. Doch die vielen Ungereimtheiten rund um die Terminierung sprechen dagegen."

Weiter hieß es in der Mitteilung: "Warum erwischt es im zweiten Montagsspiel der Saison schon wieder den 1.FC Nürnberg? Warum müssen ausgerechnet Dortmund und Frankfurt wieder ran, deren Fans bereits in der vergangenen Saison massiv gegen die Montagsspiele mobil gemacht hatten? Warum soll die Sicherheitskonferenz in München ausschlaggebend gewesen sein, wo doch die SiKo in den vergangenen Jahren noch nie ein Problem war? Wir sehen die erneute Terminierung eines Montagspieles nach Nürnberg als klare Provokation seitens der verantwortlichen Personen der DFL. Wir haben weiterhin das Gefühl, als Fans von den Verbänden nicht ernst genommen zu werden."

Das Fan-Bündnis "Südtribüne Dortmund" formulierte es etwas lakonischer: "Trotz der positiven Nachrichten über die Abschaffung der Montagsspiele in der ersten und zweiten Liga ab der Saison 2021/2022, halten wir an unserem Weg des Protests fest. Die Südtribüne wird auch das für Montagabend angesetzte Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg nicht besuchen."

Bombe erst nach Schlusspfiff entschärft

Die Bombe konnte erst gegen 23 Uhr gesprengt werden. Eine halbe Stunde später hob die Stadt den Katastrophenalarm auf.

 
 

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