BVB gehört zu den besten Acht in Europa - eine Auszeichnung

Daniel Berg
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Borussia Dortmund gewann das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid durch zwei Tore von Marco Reus mit 2:0, schied aber trotzdem aus. Der BVB meistert die Hatz durch den Terminkalender mit einem bemerkenswerten Spagat. Ein Kommentar.

Dortmund. Es fehlte nicht viel, doch das Wunder von Dortmund ist ausgeblieben. Trotz einer Gala-Vorstellung gegen Real, trotz einer überragenden Leistung gegen eine der besten Mannschaften der Welt.

Die Siege gegen Malaga und Madrid im vergangenen Jahr waren wundersam, an diesem Abend im April aber reichte es am Ende nicht.

Der BVB hangelte sich in dieser Saison von Termin zu Termin. Häufig fehlte die Leichtigkeit und so konnte er selbst Festtage kaum genießen. Es mag den Einen langweilen und dem Anderen nicht als ausreichender Grund taugen, aber die vielen Verletzten haben diese Saison von Borussia Dortmund auf dramatische Weise beeinflusst.

Gegen Madrid war davon freilich nichts zu spüren. Das Schöne, Leichte, Lockere, das dieser Mannschaft zuletzt etwas abging, es war zurück. Trotz dieser Hatz durch den Terminkalender, den die Borussia - bis Dienstagabend - mit einem bemerkenswerten Spagat meisterte: Maximaler Erfolg in Europa, maximaler Erfolg im DFB-Pokal, Erfolg am Rande des Maximums in der Liga.

Europäische Schwergewichte wie Arsenal, AC Mailand oder Juve scheiterten vorzeitig

Nun hat die Episode in Europa trotz der Glanzleistung gegen Real ein Ende gefunden. Gegen das große Real, was die Sache erstens im Vorfeld erwartbar machte und zweitens im Nachhinein noch erträglicher erscheinen lässt.

Was aber bleibt ist: Der BVB gehört erneut zu den besten acht Mannschaften Europas. Eine Auszeichnung, die sich europäische Schwergewichte wie der FC Arsenal, der AC Mailand und Juventus Turin in dieser Saison sicher auch gern verdient hätten.