BVB-Coach Klopp tröstet Mkhitaryan und freut sich auf Ramos

Untröstlich: Henrikh Mkhitaryan nach dem Spiel gegen Real Madrid mit BVB-Trainer Jürgen Klopp
Untröstlich: Henrikh Mkhitaryan nach dem Spiel gegen Real Madrid mit BVB-Trainer Jürgen Klopp
Foto: Getty
Es gab auch am Donnerstag reichlich Gesprächsstoff in Dortmund: das Champions-League-Spiel gegen Real Madrid mit Pechvogel Henrikh Mkhitaryan, das anstehende Bundesligaspiel gegen Bayern München und die Verpflichtung von Adrian Ramos. Wir haben die Aussagen von BVB-Trainer Jürgen Klopp gesammelt.

Dortmund.. BVB-Trainer Jürgen Klopp über...

...die Aufstellung gegen Bayern München: Mal gucken. Wie immer müssen wir nach einem Spiel wie gegen Madrid gucken, wer etwas abbekommen hat. Dann mache ich die Mannschaft für dieses Spiel. Ich habe mich noch nicht entschieden. Im Moment sieht es aus, als könnten alle spielen, aber das ist der direkte Eindruck gestern direkt nach dem Spiel. Es war nichts größeres dabei.

...seinen Umgang mit Pechvogel Henrikh Mkhitaryan: Ich habe länger mit ihm gesprochen. Er ist ohne Lächeln ins Gespräch gekommen und mit einem Lächeln wieder raus. Zumindest das habe ich schonmal geschafft. Klar, wenn man große Chancen hat, kann man auch erwarten, dass man eine davon nutzt, aber nichtsdestotrotz muss ich eine Leistung auch links und recht von den Torchancen beurteilen. Er ist kein Stürmer, sondern er hat unheimlich viele Aufträge gehabt an dem Abend, nur einer davon war, idealerweise den Ball reinzuschießen, wenn er in der Nähe des Tores ist. Alle anderen hat er perfekt erfüllt, hat ein großartiges Spiel gemacht. Und das muss man dann auch einem Spieler nochmal in Erinnerung rufen und das habe ich gemacht. Wenn man selbst das Positive nicht mehr sehen kann, hilft es, wenn eine einem nahestehende Personen - und ich würde schon sagen, das bin ich - sagt, was alles gut war.

...Mkhitaryans Leistung gegen Madrid: Es klingt nach so einem Spiel immer wie eine Floskel, die man sagen muss, aber das waren nicht die entscheidenden Situationen. Bei aller Vielzahl von Situationen, Gegentoren in Madrid, Torchancen in Madrid, Torchancen hier, Elfmeter und so weiter waren eben zwei drei, bei denen Miki auch das notwendige Spielglück gefehlt hat. Dass man das dann persönlich in die Waagschale wirft ist leider auch menschlich, aber das ist ja dann meine Aufgabe, das richtig einzuordnen.

...die Neuverpflichtung Adrian Ramos: Das ist einfach ein richtig guter Spieler, den wir schon seit Jahren beobachten und der dieses Jahr wohl die beste Quote seiner Karriere hat. Er ist ein absoluter Pressingstürmer, der einen unheimlich hohen Aufwand betreibt, trotzdem in den allermeisten Fällen die notwendige Ruhe vor dem Tor hat, extrem kopfballstark ist. Er ist auf eine ganz andere Weise als Robert Lewandowski auch ballsicher, hat Tempo und wir sind davon überzeugt, dass er sich bei uns noch weiterentwickeln kann. Ich bin sehr, sehr zufrieden, dass das geklappt hat, toller Spieler.

... das neue 4-1-4-1-System gegen Madrid: Wir haben ja im letzten Jahr auch immer wieder 4-3-3 gespielt. Das Problem in diesem Jahr war, dass wir in Momenten, in denen wir trainieren konnten, keine Leute dafür hatten und in den Momenten wo wir Leute hatten, keine Zeit zum trainieren, zum Beispiel für Systemvarianten, um sie auf den Platz zu bringen. Aber jetzt war die Notwendigkeit dazu so groß, dass wir uns mit einer Trainingseinheit einfach zufrieden geben mussten. Dazu hatten wir es ja in Wolfsburg aus der Not heraus schon gespielt. Die Mannschaft hat dabei ein gutes Gefühl entwickelt, weil es gut funktioniert hat. So waren wir nah dran an den entscheidenden Zweikämpfen, konnten viele Ballgewinne erzielen und daraus resultierend unser Umschaltspiel mit ins Programm nehmen. Es war für Madrid die perfekte Ausrichtung. Sie ist es nicht für jede Woche, aber jetzt haben wir sie mit im Programm. Besser kurz vor Saisonende als nie.

...Winter-Neuzugang Milos Jojic: Er hat bei allen Einsätzen, die er davor hatte, einen brutal stabilen Eindruck gemacht. Das Problem ist nur, die Trainingseinheiten, seit er hier ist, beschränken sich zu 80, 90 Prozent auf Regeneration. Und im Abschlusstraining ist es etwas schwierig, so einen Jungen sportlich zu integrieren. Aber er ist glücklicherweise ein extrem spielintelligenter Bursche, dem wir einfach durch Kurzeinsätze helfen wollten, sich in das, was wir hier machen, einzufinden. Der Kleine ist ein Glücksgriff, das muss man schon sagen. Wir sind sehr zufrieden.

...eine mögliche Vertragsverlängerung mit Oliver Kirch: Er hat ja schon gesagt, dass die Gespräche aufgenommen werden sollen. Und werden die Gespräche aufnehmen, wir sind ja nicht blind. Bei Manuel Friedrich läuft der Vertrag ja auch aus, aber der will nach Asien. Nicht vergessen.

 
 

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