Dortmund

BVB-Boss Watzke: „Leute wie Trump wollen wir nicht!“

Hält nicht viel von Donald Trump: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.
Hält nicht viel von Donald Trump: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.
Foto: imago
  • RB Leipzig-Fans erheben schwere Vorwürfe gegen Hans-Joachim Watzke
  • Der BVB-Boss verteidigt seine Kritik an RB Leipzig
  • Und hält ein politisches Plädoyer mit einer Spitze gegen den US-Präsidenten

Dortmund. Hans-Joachim Watzke musste sich nach dem exzessiven Gewaltausbruch gegen RB-Leipzig-Fans einiges gefallen lassen. Sogar Morddrohungen erhielt der BVB-Boss von Leipzig-Fans.

Warum? Einige sehen ihn aufgrund seiner Kritik am Konstrukt RB Leipzig als Anstifter der Gewalt. Im ZDF-Sportstudio wehrte sich der Geschäftsführer von Borussia Dortmund am Samstag vehement gegen die Vorwürfe. Und stellte den Konflikt in Zusammenhang zum neuen US-Präsidenten.

„Die Leipziger werden hier noch was erleben!“

Konkret ging es um Watzkes Kampfansage Richtung Leipzig bei einer BVB-Mitgliederversammlung nach dem Sieg gegen Bayern München. Moderator Sven Voss fragte ihn daraufhin, ob er sich in Zukunft hinsichtlich seiner Wortwahl gegenüber Kontrahenten wie RB Leipzig zurücknehmen wolle?

Watzke entgegnete: „Wollen wir denn alle nur noch Luftblasen erzeugen? Wir hatten gerade Bayern München geschlagen und in dem Kontext habe ich auf der Mitgliederversammlung gesagt 'Die Leipziger werden hier auch noch was erleben.' Stellen sie sich mal vor, ich hätte gesagt 'Wir werden die Leipziger im Januar schlagen!'“

Das ist Fußball

Die Sprache im Fußball sei eben martialisch. Das bedeute allerdings nicht, dass er damit zur Gewalt aufrufe. Beleidigt habe er die Leipziger ohnehin zu keinem Zeitpunkt.

In einem klärenden Gespräch mit den Kollegen von RB Leipzig nach den Ausschreitungen in Dortmund seien dahingehend auch keine Vorwürfe gegen ihn erhoben worden.

Ein Donald Trump in Deutschland?

Das Interview mit dem Borussen-Chef endete mit einem politischen Plädoyer: „Aber wir müssen auch wieder lernen, in einer Demokratie mit Sinn zu streiten und nicht über alles nur Konsens- und Harmoniesauce zu kippen. Sonst wählen die Menschen, weil sie mal wieder Klartext hören wollen, so Leute wie Donald Trump. Das wollen wir auch nicht."

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