Dortmund

BVB-Boss Watzke erklärt: Darum bringen Montagsspiele der Bundesliga langfristig nichts

Hans-Joachim Watzke.
Hans-Joachim Watzke.
Foto: firo

Dortmund. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat nochmals den Sinn und Zweck von Montagsspielen in der Fußball-Bundesliga infrage gestellt. "Wir müssen in der Liga darüber diskutieren, ob die Montagsspiele – außer sie sind sportlich durch Europa-League-Einsätze indiziert – wirklich sein müssen. Borussia Dortmund wird dazu den Anstoß geben", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund der FAZ.

Er spüre bei allen Borussen-Fans eine sehr große Aversion dagegen. Man solle nicht alles unter kommerziellen Gesichtspunkten tun, was möglich ist, so der 58-Jährige: "Ohne Montagsspiele werden wir ab 2021 vielleicht ein, zwei Millionen Euro weniger einnehmen. Aber eine größere Einheit mit den Fans ist uns mehr wert. Auch da gilt für Borussia Dortmund: back to the roots, zurück zu unseren Wurzeln!"

Man müsse bei der Internationalisierung neue Geldquellen erschließen, "aber wir dürfen keine Politik gegen das Gefühl unserer zehn Millionen Fans in Deutschland machen", so Watzke.

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Watzke droht BVB-Profis

Eine klare Haltung hat er auch, was die Erpressbarkeit des Klubs bei wechselwilligen Spielern angeht. Nach den Fällen Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubemeyang, die ihre Transfers zum FC Barcelona bzw. den FC Arsenal mehr oder minder erzwungen hatten, betonte der BVB-Chef: "Ich habe der Mannschaft klipp und klar gesagt: Der nächste Spieler, der so etwas macht, wird kläglich scheitern. Der bekommt ein riesengroßes Problem. Börsennotierung hin oder her. Der nächste Spieler, der versucht, uns unter Druck zu setzen, indem er Leistung zurückhält oder gar streikt, wird damit nicht durchkommen – und auf der Tribüne sitzen." Der BVB müsse wieder eine bessere Struktur in den Kader bekommen.

Watzke gestand ein, "unter charakterlichen und ethischen Gesichtspunkten war der Fall Dembele katastrophal". Im Fall Aubameyang bestand die Gefahr, dass die Rückrunde zur sehr durch das Wechseltheater beeinflusst worden wäre. "Da war durch sein Verhalten zu viel kaputtgegangen", resümierte Watzke.

Der Geschäftsführer äußerte sich auch zum veränderten Anspruchsdenken beim Traditionsklub aus dem Revier: "Die Mannschaft, die 2011 und 2012 die Titel gewonnen hat, war fußballerisch definitiv nicht so gut wie die heutige Mannschaft. Aber sie hatte die beste Mentalität, die man sich vorstellen kann. Wir benötigen im Sommer eine Kader-Justierung, je nach Verlauf der Rückrunde auch eine deutlichere." (sid)

 
 

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