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Derby-Kommentar: Borussia Dortmund muss die Derby-Tränen trocknen lassen - und dann...

Für Borussia Dortmund setzte es am Samstag gegen Schalke eine böse Pleite.
Für Borussia Dortmund setzte es am Samstag gegen Schalke eine böse Pleite.
Foto: imago images / Thomas Bielefeld

Dortmund. Das Derby-Debakel war für Borussia Dortmund und seine Fans eine schallende Ohrfeige.

Ausgerechnet vom großen Erzrivalen ließ der BVB sich auf der Zielgeraden der Saison einen gewaltigen Stolperstein in den Weg zur möglichen Meisterschaft legen.

Borussia Dortmund: Stich ins schwarzgelbe Herz

Nur zu gerne wären die BVB-Fans am Samstagnachmittag mit einem Sieg gegen den Reviernachbarn vorzeitig am FC Bayern vorbei an die Tabellenspitze gezogen. Stattdessen gab es einen bösen Stich ins schwarzgelbe Herz.

Diesen Schock müssen der BVB, seine Spieler und seine Fans erst mal verdauen. Doch wenn die Derby-Tränen getrocknet sind, wird die Borussia zu einer viel wichtigeren Erkenntnis kommen.

Derby-Pleite ändert nichts an der starken Saison

Trotz der bitteren Derby-Pleite und auch im Falle einer verspielten Meisterschaft: Der BVB kann schon jetzt verdammt stolz auf diese Saison sein.

Nach der Chaos-Saison im Vorjahr hatte der BVB im vergangenen Sommer einen Umbruch eingeläutet, der laut der ursprünglichen Pläne mindestens zwei Jahre dauern sollte. Doch Lucien Favre und Co. brauchten keine zwei Jahre, um aus der verunsicherten, mutlosen Truppe eine erfolgreiche, hungrige Mannschaft zu formen.

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Erinnerungen an die Klopp-Ära

Die Dortmunder begeisterten ihre Fans gleich von Beginn an mit attraktivem, mitreißendem Fußball. Spiele wie das 4:3 gegen Augsburg oder das 4:1 gegen Atletico erinnerten stark an die spektakulären Auftritte, mit denen der BVB unter Trainer Jürgen Klopp seine Fans immer wieder seinen Bann gezogen hatte.

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Für die Borussia war diese Saison ein riesiger Schritt zurück zu alter Stärke. Diese Saison kann dem BVB und seinen Fans viel Mut für die Zukunft machen – Derby-Niederlage hin, verspielte Meisterschaft her.

Hat der BVB wirklich die Meisterschaft verspielt?

Und ob der BVB am Samstag tatsächlich die Meisterschaft endgültig verspielte, steht doch noch gar nicht fest. Wir erinnern uns an die Saison 2001/2002. Damals hatten die Dortmunder am 31. Spieltag 0:1 in Kaiserslautern verloren. Der Rückstand auf Leverkusen betrug fünf Punkte. Doch am Ende durfte der BVB die Schale in die Höhe strecken.

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Auch Sebastian Kehl meinte nach der Derbypleite: „Wir sind zwar davon ausgegangen, dass wir alle vier verbleibenden Spiele gewinnen müssen, um Meister zu werden. Aber ich habe die Hoffnung trotzdem noch nicht aufgegeben.“

Vielleicht nimmt die Saison für den BVB also doch noch das schönstmögliche Ende.

 
 

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