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Phänomen bei Borussia Dortmund – Experte erklärt: Darum ist Paco Alcacer WIRKLICH so wertvoll für den BVB

Bei Borussia Dortmund ballert Paco Alcacer derzeit aus allen Rohren.
Bei Borussia Dortmund ballert Paco Alcacer derzeit aus allen Rohren.
Foto: imago/ULMER Pressebildagentur

Dortmund. Bei Borussia Dortmund trifft Paco Alcacer derzeit wie am Fließband.

Acht Tore in fünf Pflichtspielen – die Trefferquote des neuen BVB-Stürmers ist bärenstark. Nun hat ein früherer Spieler von Borussia Dortmund erklärt, warum Paco Alcacer für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre tatsächlich so ungemein wertvoll ist.

Borussia Dortmund: Poschner erklärt das Alcacer-Phänomen

Gerhard Poschner hatte von 1990 bis 1994 für den BVB gespielt. Aktuell ist er als Experte für den spanischen und südamerikanischen Fußball beratend tätig.

Anfang der 1990er Jahre hatte Poschner mit Michael Zorc die Mittelfeldzentrale bei Borussia Dortmund gebildet, nun lobt Poschner den heutigen BVB-Sportdirektor für die Verpflichtung von Paco Alcacer. Kritiker hatten bei Bekanntwerden des Deals bemängelt, Paco Alcacer sei für einen Mittelstürmer zu klein und schmächtig. Doch genau dieser Umstand mache ihn so gefährlich, meint Poschner.

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„Alcacer bringt das komplette Stürmerpaket mit“

„Ein Stürmertyp wie der 1,76 Meter große Dortmunder ist geradezu prädestiniert, den meisten Abwehrreihen der Bundesligisten massive Probleme zu bereiten“, erklärt Poschner im „kicker“.

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Der 49-Jährige weiter: „Dank seiner Beweglichkeit stellt Paco Alcacer, der mit Ausnahme einer starken Physis das komplette Stürmerpaket mitbringt, für die gegnerischen Abwehrspieler keinen Fixpunkt dar. Das macht ihn so schwer zu verteidigen. Denn er stellt seine Gegner vor eine schwere Wahl: Gehen sie mit ihm mit, um ihn permanent zu stören, öffnen sie den Raum dahinter für seine Mitspieler. Lassen sie ihn allerdings ziehen, drohen sie ihn aus den Augen zu verlieren - wie in Leverkusen geschehen.“

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Deutschland und das „Alcacer-Problem“

Poschner kritisiert, dass es in Deutschland an solchen Stürmertypen mangelt. „In Deutschland haben wir derzeit keinen Spieler, der diese Qualitäten verkörpert, auch wenn Timo Werner sicher die Anlagen dazu mitbringt. In Spanien, generell in Südeuropa sowie Lateinamerika, sind Stürmer wie Paco Alcacer dagegen weit verbreitet. In ihren Heimatländern ist das Spiel weniger körperlich angelegt als hier in Zentraleuropa. Der Torerfolg wird nur selten über Flanken erzielt, stattdessen müssen vom Innenverteidiger bis zum Mittelstürmer alle technisch in der Lage sein, mitzuspielen.“

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„Es macht Spaß mit Paco Alcacer“

Das Beeindruckende an Paco Alcacer laut Poschner: „Es macht Spaß, mit ihm zu spielen, weil er dir entgegenkommt und dir den Ball in den Kombinationen zurückgibt, bevor er in den Strafraum startet, um dort seine Tore zu erzielen. Er wartet nicht nur darauf, dass die Bälle zu ihm kommen. Dennoch ist er ein klassischer Stürmer, der nach Toren giert.“

Poschner erklärt, dass ein Team auch beide Stürmertypen unter einen Hut bringen könne. Gegen eine Mannschaft mit einer solchen Philosophie spielt Borussia Dortmund bereits am Mittwoch. Bei Atletico Madrid spielt im Sturm neben dem wendigen Antoine Griezmann stets ein kräftiger, klassischer Mittelstürmer wie Nikola Kalinic oder Diego Costa.

 
 

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