Dortmund

BVB: Auf Götze angesprochen redet Zorc Klartext – „Es ist unfair!“

Mario Götze wird den BVB in diesem Sommer verlassen.
Mario Götze wird den BVB in diesem Sommer verlassen.
Foto: imago images/Kirchner-Media

Dortmund. Mario Götze und Borussia Dortmund – eine so vielversprechende und anfangs glanzvolle Beziehung nimmt am Samstag ein trauriges Ende.

Kein neuer Vertrag, kein Abschiedsspiel, kein letzter Einsatz. Mario Götze zieht seine neue kleine Familie vor, verzichtet auf einen Einsatz beim Saisonfinale von Borussia Dortmund in Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr).

Borussia Dortmund: Zorc über Götze: „Haben sich beide Parteien anders vorgestellt“

Er wuchs als Supertalent beim BVB heran, hatte in jungen Jahren bereits fast alles erreicht. Meister, DFB-Pokalsieger, dann Weltmeister – mit 22 Jahren sahen viele in Götze einen kommenden Weltstar.

Doch es kam anders. Erst der Knick bei Bayern München, dann die Rückkehr zu Borussia Dortmund, die nun – das sieht auch Michael Zorc ein – als Fehler eingestuft werden muss.

Zorc über Götze: „Rein sportliche Betrachtung ist unfair“

Dennoch nimmt der BVB-Sportdirektor den 28-Jährigen in Schutz. „Ich glaube, es ist unfair, eine rein sportliche Betrachtung vorzunehmen. Weil Mario durch die Erkrankung, die er anfangs erlitten hat, deutlich zurückgeworfen wurde.“

Eine Stoffwechselkrankheit bedeutete für Götze nicht nur eine monatelange Pause – sie hat ihm für immer die Geschwindigkeit und Antrittsschnelligkeit genommen, die im modernen Fußball unverzichtbar ist.

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Zorc über Rückhol-Aktion: „Das haben sich beide Parteien anders vorgestellt“

Zorc erklärt über die Rückhol-Aktion aber auch: „Natürlich muss man auch sagen, dass beide Parteien sich das insgesamt anders vorgestellt haben, als das am Ende gelaufen ist.“

In diesem Augenblick geht Lucien Favre dazwischen: „Ich muss etwas sagen zu Mario.“

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Der BVB-Trainer bricht ebenfalls eine Lanze für den Weltmeister-Macher: „Er ist und bleibt ein phantastischer Spieler. Er hat nicht viel gespielt, auch wegen des neuen Systems. Er bleibt der intelligenteste Spieler, den ich gesehen habe, macht auf dem Platz alles richtig. Ich wünsche ihm alles Gute.“

Wohin Götzes Reise geht, weiß man auch bei Borussia Dortmund nicht.

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Zorc: „Ich hoffe für ihn, dass sich bei seinem neuen Klub alles so entwickelt, wie er sich das vorstellt. Wir wissen nicht, wo er hin wechselt. Das ist auch seine private Sache, weil der Vertrag am 1. Juli ausläuft.“

Kleine Abschieds-Zeremonie im leeren Stadion

Immerhin: Am Samstag wird Götze noch einmal ins Stadion kommen. Zorc: „Wir freuen uns, dass wir ihn am Samstag noch mal im Stadion haben werden und dann auch verabschieden können. Natürlich ist das anders und ein bisschen seltsam, wenn das ohne Publikum passiert, denn das ist ja eigentlich der Sinn dahinter. Wir machen das trotzdem und hoffen, dass wir schöne Bilder bekommen.“

 
 

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