Dortmund

BVB: Jadon Sancho kommt und trifft – deshalb verzichtete Favre auf ihn in der Startelf

BVB: Lucien Favre verzichtete auf Jadon Sancho in der Startelf.
BVB: Lucien Favre verzichtete auf Jadon Sancho in der Startelf.
Foto: Imago Images

Dortmund. Es war eine Aufstellung, die so manchen BVB-Fan am Mittwoch verwundert die Augen reiben ließ.

Besonders eine Sache machte die Fans vor Anpfiff des Duells Barca gegen BVB stutzig: Nico Schulz startete anstelle von Jadon Sancho auf Linksaußen. Der Ex-Hoffenheimer ist Linksverteidiger, war zuletzt nicht in Top-Form.

BVB: Deshalb spielte Jadon Sancho nicht

Schon vor dem Spiel begründete BVB-Coach Lucien Favre seinen taktischen Kniff auf Sky. Nach dem 1:3 wurde er auf der Pressekonferenz erneut darauf angesprochen: „Es ist schwierig, in Barcelona zu spielen“, so Favre. „Wir brauchten elf Spieler, die fokussiert und bereit auf den Platz gehen. Wir haben uns entschieden mit diesen Elf anzufangen.“

Ein deutlicher Wink Richtung Jadon Sancho, der nach seiner Einwechslung zur Pause für Schulz die Antwort auf dem Platz lieferte. Mit seinem Tor in der 77. Minute brachte er noch einmal Spannung ins Spiel. Hätte Marc-André ter Stegen seinen herrlichen Schuss nicht mit einer Glanzparade an die Latte gelenkt – wer weiß, ob der BVB noch einmal ins Spiel zurück gekommen wäre.

So musste auch Favre nachher eingestehen: „Die zweite Halbzeit war besser.“ Er haderte vor allem mit dem Gegentreffer durch Antoine Griezmann zum 0:3. Der Schweizer: „Ich bedauere es, dass wir das 3:0 gekriegt haben.“

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Vorausgegangen war ein genialer Pass von Lionel Messi, von dem Favre entsprechend schwärmte: „Er war unglaublich. Er kann sich sehr gut bewegen, man muss ein Foul machen. Er beschleunigt so schnell, dribbelt so gut, auch der letzte Pass ist gefährlich.“ Doch nicht nur Messi, auch die restlichen Barca-Angreifer seien extrem gefährlich gewesen.

Favre: „Zu viele Chancen zugelassen“

Dass sein Team erst aufwachte, als das Spiel verloren war, wollte Favre so nicht stehen lassen: „Das Spiel war nicht verloren.“ Er haderte mit den zwei vergebenen Torchancen aus Halbzeit eins. „Wir haben zu viele Chancen zugelassen.“

So wird es für Favre enger denn je. Gegen Berlin mit Neu-Trainer Jürgen Klinsmann dürfte es für den angezählten BVB-Coach auf ein Endspiel hinauslaufen.

Hummels spricht von spielentscheidender Szene

Abwehrchef Mats Hummels bilanzierte nach dem Spiel: „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber auch kein gutes. Nach dem 0:1 hatte wir eine schlechte Phase, gekrönt durch meinen Fehlpass, der uns in ein tiefes Loch geworfen hat.“ Der Fehlpass sorgte für das 2:0 für Barcelona und die Vorentscheidung.

 
 

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