Hass-Plakate der BVB-Fans gegen Hopp: DFB-Verhandlungen beginnen – jetzt ermittelt der Verband auch gegen Hoffenheim

Fans des BVB hatten sich mit ihren Plakaten gegen Dietmar Hopp positioniert.
Fans des BVB hatten sich mit ihren Plakaten gegen Dietmar Hopp positioniert.
Foto: imago/Thomas Bielefeld

Frankfurt/Main. Muss der BVB sich jetzt auf eine Strafe gefasst machen?

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhandelt am heutigen Freitag (11.30 Uhr) über das Hass-Plakat der Fans von Borussia Dortmund gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp.

BVB-Fans präsentierten Hass-Plakat gegen Hopp

In Frankfurt/Main geht es um die Vorfälle vom Bundesliga-Spiel am 22. September. BVB-Anhänger hatten beim 1:1 in ihrem Block ein großes Banner ausgerollt, das das Konterfei Hopps hinter einem Fadenkreuz zeigte. Auf zwei Spruchbändern stand in Großbuchstaben: „Strafverfahren & Hausverbote wegen beleidigender Gesänge. Was soll die Scheisse, du Hurensohn!?“

Damit und mit Schmähgesängen protestierten die Fans gegen Hausverbote von Anhängern aus ihrem Lager. Zudem richtete sich der Zorn gegen einen Strafantrag von Mäzen Hopp gegen mehr als 30 BVB-Fans nach dem Duell am letzten Spieltag der Vorsaison im Mai dieses Jahres.

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Auch gegen Hoffenheim wird ermittelt

Ermittelt wird gegen beide Vereine. Bei Gastgeber Hoffenheim geht es „um nicht ausreichenden Ordnungsdienst“, wie der DFB damals erklärte. Es geht dabei um die Frage: Wie konnte das riesige Banner überhaupt ins Stadion gelangen?

Die Dortmunder Führung hatte sich für das Verhalten ihrer Fans entschuldigt. Als Konsequenz aus den Vorfällen hatte Hopp-Anwalt Christoph Schickhardt gefordert: „Bei solchen Vorkommnissen sollte ein Spiel in Zukunft gar nicht angepfiffen werden oder erst dann, wenn die Plakate entfernt wurden.“ Forderungen nach Punktabzügen nannte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke „unfassbar. Ich habe bis heute nicht verstanden, wie so ein Riesen-Plakat in den Block kommen kann.“

Hoffenheims Mäzen Hopp wird seit vielen Jahren in der Bundesliga immer wieder beleidigt und wehrt sich inzwischen dagegen mit juristischen Mitteln. (dhe/dpa)

 
 

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