Dortmund

Hooligans bedrohen BVB-Ultras: So will Borussia Dortmund jetzt reagieren

Der mit weitem Abstand größte Teil der Fans von Borussia Dortmund positioniert sich immer wieder gegen Rechtsextremismus.
Der mit weitem Abstand größte Teil der Fans von Borussia Dortmund positioniert sich immer wieder gegen Rechtsextremismus.
Foto: imago/Sven Simon

Dortmund. Auf der Südtribüne müsste die Stimmung unter den Fans von Borussia Dortmund derzeit eigentlich prächtig sein. Der BVB spielt bisher eine überragende Saison und festigte zuletzt mit einem spektakulären 3:2-Sieg gegen den FC Bayern die Tabellenführung.

Doch auf der Südtribüne gibt es im Moment mal wieder hässliche Entwicklungen, die das positive Bild in der Fanszene des BVB aktuell stark trüben. Hooligans aus der rechtsextremen Szene versuchen erneut die Macht der Kurve an sich zu reißen.

Rechtes Problem beim BVB: Borussia Dortmund will Stadionverbote aussprechen

Beim vergangenen Heimspiel von Borussia Dortmund gegen die Bayern hatten Hooligans aus dem Umfeld der Gruppe Northside die anwesenden Ultras eingeschüchtert. Schon seit Monaten sollen Northside-Mitglieder speziell die Ultras der Gruppe „The Unity“ bedrohen. Der Grund: „The Unity“ setzt sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus ein.

Nun will der BVB gegen zwei zentrale Figuren der rechten Szene in Dortmund vorgehen. Gegen Sven K. und Timo K. will Borussia Dortmund Stadionverbote aussprechen, berichten die „Ruhr Nachrichten“.

BVB will gegen Hooligans vorgehen

Sven K. war nach einem tödlichen Messerstich gegen einen Punker im November 2005 zu sieben Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung hatte er wegen weiterer Gewalttaten erneut mehrere Haftstrafen verbüßt.

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Gegen den Kampfsportler Timo K. hatte der BVB bereits 2012 ein fünfjähriges Stadionverbot verhängt. Er hatte auf der Südtribüne mit einem Plakat Solidarität mit der verbotenen Neonazi-Kameradschaft „Nationaler Widerstand Dortmund“ eingefordert. Das damals verhängte Verbot gilt aktuell nicht mehr.

BVB: Fanabteilung kämpft gegen rechtes Problem

Die Fanabteilung des BVB kämpft seit Jahren gegen das Problem von rechts. Erst im Oktober hatte die Fanabteilung zu einer Teilnahme an Kundgebungen „für ein friedliches Miteinander“ aufgerufen.

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Bei Facebook teilte die Fanabteilung mit: „Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, haben verfassungsverachtende rechtsradikale Gruppen Demonstrationen in Dortmund angemeldet. Wir rufen alle Demokraten auf, sich an den parallel stattfindenden Kundgebungen für ein offenes, tolerantes, friedliches und menschliches Miteinander zu beteiligen und so mit ihrer Stimme ein klares Zeichen zu setzen.“ (dhe)

 
 

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