Dortmund

Fans von Borussia Dortmund lachen sich ins Fäustchen: Wie wahr diese Ansage von Paul Breitner war, wird erst jetzt klar

Borussia Dortmund profitiert auch von den Skandalen des FC Bayern, die Paul Breitner schon im Herbst thematisiert hatte.
Borussia Dortmund profitiert auch von den Skandalen des FC Bayern, die Paul Breitner schon im Herbst thematisiert hatte.
Foto: imago sportfotodienst

Dortmund. Für Borussia Dortmund läuft es in dieser Saison bisher wie geschmiert.

Die Neuzugänge schlagen ein. Das Team hat das Spielsystem des neuen Trainers Lucien Favre schnell verinnerlicht. Der BVB eilt in Liga, Pokal und Champions League von einem Sieg zum anderen.

Borussia Dortmund profitiert von Bayern-Skandalen

Dass Borussia Dortmund in der Bundesliga-Tabelle von Platz 1 grüßt, liegt aber auch an einem schwächelndem FC Bayern. Die Münchner spielen bisher eine sportlich wenig überzeugende Saison und sorgen abseits des Platzes für einen Skandal nach dem anderen.

Jüngst war es Franck Ribery und seine Gold-Steak-Eskapade, die den FC Bayern ein weiteres Stück näher an den Status des FC Hollywood brachte. Dabei hatten die Münchner doch schon fest geglaubt, sie hätten diesen Status längst hinter sich gelassen.

Bayern werden wieder zum FC Hollywood

Vor diesen Entwicklungen beim FC Bayern hatte Paul Breitner schon vor Monaten gewarnt. Nach der denkwürdigen Pressekonferenz von Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic im Oktober hatte Breitner in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“ gesagt: „Mit dem ganzen Auftritt macht der Club eine Arbeit kaputt, die die Führung und der gesamte Verein in den vergangenen fünf, sechs Jahren ganz hervorragend gemacht haben.“

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Breitner sagte weiter: „In diesen Jahren ist es dem Club gelungen, aus dieser Arroganz-Atmosphäre herauszukommen. Der Verein hatte es geschafft, das Image des großkotzigen Superclubs abzulegen. Da ist der FC Bayern runtergekommen und hat Millionen neue Fans gewonnen – und zwar bekennende Fans.“

„Und jetzt sowas“

Der ehemalige Bayern-Profi und Nationalspieler konnte bei der ominösen Pressekonferenz seinen Augen kaum trauen: „In 48 Jahren, in denen ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, hätte ich mir nie vorstellen können, dass dieser Verein sich diese Blöße gibt und dass er diese Schwäche zeigt. Und jetzt sowas! Damit wird diese hervorragende Arbeit zum Großteil kaputtgemacht.“

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Die klare Breitner-Ansage fand beim FC Bayern offenbar wenig Gehör. Denn im Anschluss gab es weitere Rückschläge für die Münchner – auf und neben dem Platz.

Ein Überblick der größten Bayern-Skandale in dieser Saison:

  • Zu Saisonbeginn machte den Bayern eine Maulwurf-Affäre um ausgeplauderte Mannschaftsinterna zu Schaffen.
  • An Halloween verkleidete Rafinha sich als arabischer Bombenleger - das kam nicht gut an.
  • Anfang November löste Lisa Müller mit einem Instagram-Post eine hitzige Diskussion aus, weil sie Trainer Niko Kovac kritisierte.
  • Wenig später schlug Ribery einem Journalisten ins Gesicht.
  • Uli Hoeneß will Paul Breitner von der Ehrentribüne der Allianz Arena aussperren - vermutlich, weil der Bayern-Boss mit der öffentlichen Kritik Breitners nicht einverstanden war.
  • Ende November gab es auf der Jahreshauptversammlung der Bayern heftige Kritik an Uli Hoeneß.
  • Kurz vor Weihnachten fuhr Kingsley Coman seinen 720 PS starken McLaren in eine Leitplanke.
  • Zu Jahresbeginn beleidigte Franck Ribery seine Kritiker bei Twitter aufs Übelste.

„Wo ist beim FC Bayern der Respekt?“

Der FC Bayern entwickelt sich wieder zum FC Hollywood. In den 90er Jahren polterten Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß fleißig im Fernsehen, Jürgen Klinsmann und Lothar Matthäus gaben sich öffentlich im Wochenrhythmus verbal aufs Maul, Mario Basler wurde nach seiner Pizzeria-Affäre suspendiert, und Giovanni Trapattoni hielt seine legendäre Flasche-leer-Rede.

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An diese Zeiten knüpft der FC Bayern in dieser Saison nun an. Und das Kuriose: „Uli Hoeneß fordert Respekt ein“, so Breitner: „Aber wo ist da beim FC Bayern der Respekt? Ich muss Respekt vorleben, dann kommt auch Respekt zurück.“

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