Dortmund

BVB-Fans sammeln Geld gegen Hopp – das steckt hinter der Aktion

Beim BVB sammelt die Fanhilfe Geld für die Verfahrenskosten im Prozess gegen Dietmar Hopp.
Beim BVB sammelt die Fanhilfe Geld für die Verfahrenskosten im Prozess gegen Dietmar Hopp.
Foto: imago sportfotodienst

Dortmund. Das Fan-Bündnis Südtribüne Dortmund sowie die Fanhilfe Dortmund veranstalten beim BVB am 24. August ihre Saisoneröffnungsfeier. Das Besondere: Der Eintritt kommt einem ganz bestimmten Zweck zugute.

Um 18 Uhr beginnt die Feier im Westfalenstadion. Mitglieder des Fan-Bündnis oder der Fanhilfe des BVB sind für 10 Euro dabei. „Neben Leckereien vom Grill und Getränken zu fanfreundlichen Preisen haben wir ein kleines Rahmenprogramm gestaltet“, teilt Südtribüne Dortmund auf der eigenen Homepage mit.

BVB: Fanhilfe sammelt Geld

Außerdem heißt es dort: „Der Erlös des Abends fließt zur Finanzierung der Hoffenheim-Verhandlungen in die Kasse der Fanhilfe.“

Bei den „Hoffenheim-Verhandlungen“ geht es um den Prozess, den Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp gegen mehrere BVB-Fans ins Rollen brachte. Der Vorwurf: Die Fans hätten Hopp bei einem Spiel in Sinsheim beleidigt, indem sie auf der Tribüne Schmähgesänge zum Besten gaben.

Zwei BVB-Fans hatten zu Prozessbeginn ihre Geldstrafen in Höhe von 400 bzw. 600 Euro akzeptiert, berichteten die „Ruhr Nachrichten“. Drei andere Fans wollen gegen ihre saftigen Geldstrafen jedoch in Revision gehen.

„Verfahren, das seinesgleichen sucht“

Sie erheben schwere Vorwürfe gegen den Verlauf des Verfahrens. „Das war ein Verfahren, das seinesgleichen sucht, was die Nichtbeachtung von Rechten im deutschen Prozessrecht angeht“, sagte Verteidiger Stefan Witte.

Die Fanhilfe Dortmund schimpfte: „Mit den Argumenten der Verteidigung wurde sich ebenso wenig inhaltlich auseinandergesetzt wie mit den gestellten Anträgen. Ein faires Verfahren war zu keinem Zeitpunkt gewährleistet!“

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Der Anwalt Andreas Hüttl fand es zudem interessant, dass Hopp als Geschädigter und Kläger nicht zum Prozess geladen werden konnte. Angeblich habe der Rechtsanwalt des Milliardärs eine falsche Adresse angegeben. Daraufhin suchte Fan-Anwalt Hüttl den Mäzen in seinem Golfclub auf. Dort führte Hüttl mit Hopp ein „freundliches Gespräch“: „Im Ergebnis möchte er aber nicht als Zeuge aussagen und wird daher auch auf unsere freundliche persönliche Einladung, seine Sicht der Dinge nicht vor dem Amtsgericht Sinsheim bekunden. Das ganze Geschehen hat nur einen einzigen Zweck: Dem Angeklagten soll es so schwer wie möglich gemacht werden, sein Recht zu suchen!“

Die Fanhilfe gibt jedoch nicht auf. Die Erlöse der Saisoneröffnung kommen den betroffenen BVB-Anhängern zugute.

 
 

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