Dortmund

BVB-Fans kündigen Proteste beim Spiel von Borussia Dortmund in Hoffenheim an – aus diesem Grund

Fans von Borussia Dortmund wollen am Samstag in Hoffenheim protestieren.
Fans von Borussia Dortmund wollen am Samstag in Hoffenheim protestieren.
Foto: imago/Kirchner-Media

Dortmund. Beim Spiel von Borussia Dortmund bei 1899 Hoffenheim kommt es am Samstagnachmittag wohl zu großen Fanprotesten.

Dietmar Hopp hatte 33 BVB-Fans angezeigt und gegen sie ein Stadionverbot erwirkt, weil diese den Hoffenheim-Mäzen beim vergangenen Spiel im Sinsheimer Stadion beleidigt haben sollen. Die Südtribüne Dortmund kündigte an, dass sie sich am Samstag deutlich gegen den Kurs von Dietmar Hopp positionieren werden.

BVB-Fans wehren sich gegen Hopp-Anzeigen

Die 33 ausgesperrten Fans sollen sich beim Spiel von Borussia Dortmund in Hoffenheim im Mai an dem berühmten Schmähgesang beteiligt haben, bei dem Fans über den Beruf von Dietmar Hopps Mutter spekulieren. Schon Jürgen Klopp wusste bei diesen Gesängen als BVB-Coach 2011: „Ich bin lange genug im Geschäft und weiß, dass das Überspitzungen sind. Man kann sich ja nicht mit 10.000 Mann hinstellen und rufen, 'Hopp, wir finden Dich nicht so klasse.'“

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Das Bündnis Südtribüne Dortmund stellte dies auch noch mal klar. „Unsere Meinung über Dietmar Hopps Mutter ist mittlerweile selbst dem letzten Menschen in dieser Republik bekannt und wird von uns auch nicht mehr geändert. Wobei selbst szenefremden Menschen bewusst sein wird, dass uns seine Frau Mutter herzlich egal ist und es vielmehr darum geht, unsere Ablehnung gegenüber dem Retortenclub TSG Hoffenheim kurz und drastisch kundzutun“, teilt das Dortmunder Fan-Bündnis mit.

„Fußball wird ruppig bleiben“

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Man kann von der Ausdrucksweise halten, was man möchte, aber Fußball war schon immer ruppig und wird auch entgegen der Wünsche der Funktionäre allerorten immer ruppig bleiben. Und dass hinter der derben Sprache begründete Kritik am Modell Hoffenheim steht, ist ebenfalls kein Geheimnis, auch wenn das meistens weit weniger Gehör findet. Hopp kann diese Kritik offensichtlich auch nach vielen Jahren nicht verstehen und reagiert darauf stattdessen immer dünnhäutiger.“

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Warum wahllos 33 Fans aus der Masse herausgepickt und mit Stadionverboten bestraft wurden, obwohl tausende Fans diese Gesänge angestimmt hatten, kann das Fan-Bündnis nicht verstehen: „Was Hopp mit seinen Anzeigen und Hausverboten (warum eigentlich 33 und nicht 300 oder gleich 3000?) erreichen will, wissen wir nicht. In seiner Welt ist es vielleicht möglich, Unruhe und kritische Stimmen mit ein bisschen autoritärem Gehabe und Druck von oben zu ersticken.“

BVB-Fans kündigen Proteste an

Weiter teilt Südtribüne Dortmund mit: „Was bei seinen Speichelleckern und Lakaien funktionieren mag, funktioniert bei uns aber sicher nicht. Wir geben einen Scheiß auf das, was ein alter, reicher Mann in seinem Elfenbeinturm von uns hält. Uns beeindrucken die lächerlichen Verbote nicht, sie bestärken uns nur in unserer Meinung: Dass nicht wir und unsere Gesänge das Problem sind, sondern all diejenigen, die ihre Vorstellungen von einem glattgebügelten, marktkonformen, entwurzelten Fußball durchsetzen wollen. Einen Fußball, wie ihn das Konstrukt TSG Hoffenheim verkörpert.“

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Die klare Ansage: „Dagegen werden wir uns auch weiterhin mit unseren Mitteln wehren! Und sollte Hopp tatsächlich glauben, er könne uns mit seinen Verboten mundtot machen, zeigen wir ihm am Samstag, wie falsch er damit liegt!“

Rivalität zwischen Hoffenheim und BVB-Fans

Seit dem Bundesliga-Aufstieg der TSG im Jahr 2008 ist das Projekt Hoffenheim den BVB-Fans ein Dorn im Auge. Schon beim ersten Auswärtsspiel der Borussia in Sinsheim hatte ein Dortmunder Fan Aufsehen erregt, weil er ein Banner hochhielt, auf dem das Konterfei von Hopp in einem Fadenkreuz zu sehen war.

 
 

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