Dortmund

BVB-Bomber-Prozess – Roman Bürki: „Ich blieb bis zum Schluss bei Marc Bartra“ – Tränen bei Guerreiro

Roman Bürki (l.) mit seinem Anwalt beim BVB-Bomber-Prozess am Mittwoch, 25. April.
Roman Bürki (l.) mit seinem Anwalt beim BVB-Bomber-Prozess am Mittwoch, 25. April.
Foto: Dominik Göttker

Dortmund. Er war einer von Marc Bartras engsten Freunden im BVB-Team - Roman Bürki (27). Am Mittwoch sagte der Torwart des BVB im Prozess gegen Sergej W. aus.

Und schildert die beklemmenden Momente nach dem Anschlag. „Marc saß mir schräg gegenüber. Nach dem Anschlag sah ich ihn blutend.“

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Weiter beschreibt der Torwart, dass er länger im Bus blieb als jeder seiner Teamkameraden. „Ich bin bis zum Schluss mit den Physiotherapeuten bei Marc geblieben. Marc hat geschwitzt, ihm war übel, er war auch ganz bleich.“

Erst als Bartra aus dem Bus gebracht wurde, ging auch Bürki.

Roman Bürki im Prozess: „Ich habe immer noch Angst“

Er habe noch immer Angst, wenn es hinter ihm ein lautes Geräusch gebe. „Das ärgert mich, ich werde da auch ein bisschen böse. Manchmal habe ich auch das Gefühl zu fallen und Träume, die ich vorher nicht hatte.“

Sokratis: „Ich werde das nie vergessen“

Einen anderen Weg mit den Geschehnissen umzugehen, hat Bürkis Innenverteidiger-Kollege Sokratis (29) gefunden.

„Ich habe für mich ausgemacht, dass das Leben weitergeht. Ich werde das nie vergessen. Es wird für immer eine schlechte Erinnerung bleiben. Aber ich habe das für mich verarbeitet.“

Raphaël Guerreiro kämpft bei Aussage mit den Tränen

Teamkamerad Raphaël Guerreiro kämpfte während seiner Aussage mit den Tränen. „Wir hatten Angst, wir wussten nicht, ob jemand auf uns schießt“, beschreibt der 24-Jährige die Momente nach dem Anschlag. „Ich habe kurz danach ständig darüber nachgedacht. Konnte nicht richtig schlafen. Besonders wenn es zu der Familie zurückging...“ Dann versagte dem Außenverteidiger die Stimme.

Nach Guerreiro werden am Mittwoch noch Julian Weigl, Nuri Sahin, Shinji Kagawa, Lukasz Piszczek und Christian Pulisic aussagen.

 
 

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