Dortmund

BVB-Bomber-Prozess: Noch immer in psychologischer Behandlung - so hart traf die BVB-Profis der Anschlag

Dortmund. Er wirkte noch ruhiger als sonst. Die Stimme leise, der Kopf gesenkt. BVB-Kapitän Marcel Schmelzer sind die Folgen des Anschlags auch fast ein Jahr danach noch deutlich anzumerken. „Man hat die Angst in den Gesichtern gesehen“, schildert der 30-Jährige die Sekunden nach dem Anschlag.

Und auch heute habe er die Tat nicht abschließend verarbeitet.

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„Wir versuchen immer weniger darüber zu reden, um besser damit leben zu können. Aber ich denke noch in vielen Momenten daran, was für ein großes Glück wir hätten, dass bis auf Marc Bartra keinem etwas Schlimmeres passiert ist.“

Das nachgeholte Spiel gegen Monaco sei „einfach nur schlimm“ gewesen, so Schmelzer. „Keiner hat einen Gedanken an das Spiel verschwendet. Wir waren einfach nur froh, als wir wieder zuhause bei unseren Familien waren.“

Weidenfeller: „Der Anschlag hat mein Leben verändert“

Auch Roman Weidenfeller hat den Anschlag bis heute nicht verwunden. „Ich habe psychologische Hilfe“, sagte der BVB-Keeper vor dem Dortmunder Landgericht. „Der Anschlag hat mein Leben verändert.“

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Die direkte Ansetzung am folgenden Tag kritisiert der 37-Jährige scharf. „Es ist unverständlich, dass man der Mannschaft keine Ruhe ließ. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Wir sind zwar von klein auf darauf trainiert Druck auszuhalten, aber das war ein Anschlag auf unser Leben.“

„Beim Feuerwerk in Bergamo ist jeder von uns zusammengezuckt“

So habe das Attentat auch immer noch Auswirkungen auf aktuelle Spiele: „Das ist auch immer noch Thema in der Mannschaft. Beim Feuerwerk in Bergamo ist jeder von uns zusammengezuckt.“

Laut BVB-Teammanager Fritz Lünschermann seien vor allem die Spieler Nuri Sahin, Sokratis, Gonzalo Castro und Marc Bartra „sehr angegriffen“ und hätten „noch immer daran zu knabbern“.

 
 

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