BVB: Böse Favre-Anekdote sorgt im „Doppelpass“ für Lacher – „Hätte ich nicht erzählen sollen“

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München. Lucien Favre kann endlich wieder einen ruhigen Sonntag genießen. Nach wichtigen Siegen im Pokal gegen Mönchengladbach und gegen Wolfsburg in der Bundesliga ist die Kritik am Trainer von Borussia Dortmund vorerst verstummt. Doch schon am Dienstag muss der BVB in der Champions League gegen Inter Mailand wieder liefern - schließlich muss Dortmund seine Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales wahren.

Natürlich war die Lage von Borussia Dortmund neben der Bayern-Krise auch das bestimmende Thema im „Doppelpass“ auf „Sport1“. Mit Dieter Hoeneß war dabei sogar der Mann zu Gast, der Favre in die Bundesliga brachte. 2007 holte Hoeneß den damals 50 Jahre alten Favre zu Hertha BSC. Dort führte er den chronisch erfolglosen Hauptstadt-Klub bis auf Platz vier in der Bundesliga. Hoeneß bewundert Favre noch heute für seine Arbeit - auch wenn der Schweizer den Klub letztlich nicht im Guten verließ.

BVB: Dieter Hoeneß berichtet von schwieriger Arbeit mit Favre

Legendär sind aber auch die Kopfschmerzen, die der akribische Schweizer dem robusten Hoeneß bereitete. Favre habe „viel Energie“ mitgebracht, will Hoeneß seinen ehemaligen Schützling loben, bevor ein Gast dazwischengrätscht: „Was kostet die Energie?“. Hoeneß schweigt zunächst, druckst herum, und gibt dann doch erstaunlich offene Antworten: „Ich habe damals einen Tinnitus bekommen.“

Die Zusammenarbeit habe ihn „unglaublich gefordert.“ Gerade die Kaderplanung sei mit Favre nicht einfach. „Ein bisschen weniger Misstrauen, ein bisschen offener sein, ein bisschen empathischer“, müsse Favre manchmal sein.

Legendäre Favre-Anekdote wird ausgeplaudert

Und natürlich kommt auch diese Runde nicht aus, ohne dass jemand eine legendäre Anekdote erzählt, die seinerzeit jedem Berliner Sportjournalisten bekannt war. Darin hatte Hoeneß einmal mehr über Favres Zaudern geklagt.

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Der stellvertretende Sportchef von „Bild“, Carli Underberg, gibt die Anekdote zum Besten. „Lucien Favre ist der einzige Mensch, der in einem Supermarkt verhungern würde, weil er sich nicht für eine Suppe entscheiden könnte“, so das legendäre Zitat von Hoeneß, der sich heute ein bisschen dafür schämt: „Das hätte ich nicht erzählen sollen.“

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Im Kern steht Hoeneß aber zu seiner Analyse: „Er ist ein unglaublicher Zauderer. Trifft er eine Entscheidung, revidiert er sie wieder.“ Aber, so Hoeneß, eben diese Akribie sei auch Teil seines Erfolges. Und mit einem Meistertitel könnte Favre seine Kritiker dieses Jahr endgültig zum Verstummen bringen.

 
 

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