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Borussia Dortmund: Bericht über Favre-Ärger - Star will den BVB wohl verlassen

Borussia Dortmund muss erneut mit einem Abgang von Julian Weigl rechnen.
Borussia Dortmund muss erneut mit einem Abgang von Julian Weigl rechnen.
Foto: dpa

Dortmund. Der Schmerz über die bittere 0:5-Niederlage gegen den FC Bayern München sitzt bei Borussia Dortmund tief. Obwohl die Chancen auf die Meisterschaft weiterhin vorhanden sind, wirkt die Klatsche wie ein psychologischer Knick. Zu deutlich war die Überlegenheit der Bayern beim Bundesliga-Gipfel.

Nach dem Spiel knirscht es in der bisher gefestigten BVB-Mannschaft. Kapitän Marco Reus kritisierte nach dem Spiel sogar eine Entscheidung von Trainer Lucien Favre. Der hatte Reus in die Sturmspitze gestellt.

Es knirscht bei Borussia Dortmund

„Jeder weiß, dass ich auf dieser Position nicht spielen will, aber ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt“, so Reus. Allerdings dürfte da wohl auch der Frust über die Niederlage aus Reus gesprochen haben. Der BVB-Kapitän schätzt Favre sehr, immerhin gilt der Schweizer als dessen wichtigster Förderer.

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Wie „Bild“ nun berichtet, sind allerdings mehrere andere Spieler unzufrieden mit der Rolle, die Favre ihnen zugedacht hat:

  • Mario Götze war demnach enttäuscht, in Spitzenspiel zu Beginn nur auf der Bank zu sitzen - trotz des Formanstiegs der vergangenen Wochen
  • Ex-Kapitän Marcel Schmelzer spielt bei Favre so gut wie gar keine Rolle mehr

Allerdings dürften die beiden BVB-Urgesteine wohl keinen persönlichen Groll gegen Favre hegen - sondern eher in Sorge um den Verlauf der eigenen Karriere sein.

Und dann ist da natürlich noch Julian Weigl. Der einst gefeierte Nachwuchsstar wollte den BVB schon im Winter verlassen. Weigls einstiger Förderer Thomas Tuchel zeigte Interesse daran, den Mittelfeldspieler nach Paris zu holen.

Julian Weigl wohl erneut mit Wechselgedanken

Aber der Wechsel platzte - auch, weil der BVB auf Weigl im Kampf um die Meisterschaft wohl nicht verzichten wollte. Das Vertrauen zahlte sich aus, wegen Verletzungssorgen in der Abwehr rückte Weigl aus dem Mittelfeld ins Defensivzentrum und lieferte auf der fremden Position teils herausragende Partien ab.

Doch ausgerechnet im Spitzenspiel saß Weigl zu Beginn auf der Bank, wurde erst zur Halbzeit für den überforderten Zagadou eingewechselt.

Wie „Bild“ berichtet, will Weigl den BVB nach Saisonende verlassen. Interessenten dürfte es, trotz Weigls Karriereknick, einige geben. Allen voran natürlich Thomas Tuchel und Paris St. Germain.

Allerdings ist auch offen, welche Rolle Favre sich für das einstige Wunderkind sich in den kommenden Jahren vorstellt, und wie sich der Konkurrenzkampf auf den Positionen, die für Weigl in Frage kommen, entwickelt. Unmöglich ist ein Verbleib beim BVB nicht. (fel)

 
 

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