Dortmund

Bundesliga: Absage wegen Coronavirus? BVB-Sportdirektor Michael Zorc mit deutlicher Ansage

Der Beundesliga droht wegen des Coronavirus das aus. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat dazu eine klare Meinung.
Der Beundesliga droht wegen des Coronavirus das aus. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat dazu eine klare Meinung.
Foto: imago images / Kirchner-Media

Dortmund. Wird die Bundesliga das nächste Opfer des Coronavirus? Der Erreger breitet sich unaufhaltsam in Europa aus. Zahlreiche nationale Sportligen haben bereits Konsequenzen gezogen und den Spielbetrieb eingestellt.

Dazu zählen unter anderem die spanische Liga und die Seria A in Italien. Zieht die Bundesliga jetzt nach? BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat dazu eine ganz klare Meinung.

Bundesliga droht Corona-Pause: „Warum sollten wir es nicht genauso machen können?“

„Es gibt ja keine Blaupause, wie man mit so einer Lage umgeht. Das ist für alle und jeden neu, und die Situation hat eine unglaubliche Dynamik“, sagte Zorc in der "Süddeutschen Zeitung".

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Zwar würde der internationale Rahmenkalender die Freiheiten der nationalen Ligen beschränken. Aber mit Blick auf die Pause in Italien und Spanien fragt der BVB-Sportdirektor vor dem anstehenden Bundesliga-Derby gegen den FC Schalke 04: „Warum sollten wir es nicht genauso machen können?“

BVB-Fans fordern Derby-Absage

Zuvor hatte die aktive Fanszene des BVB angekündigt, sich zum anstehenden Derby nicht vor dem Signal-Iduna-Park zu versammeln. Man wolle niemandem vorschreiben, was zu tun ist, heißt es in einer Stellungnahme auf der Seite "Südtribüne Dortmund". Aber: „Mit diesem verhältnismäßig kleinen Schritt können wir jedoch schlichtweg ein unnötiges Risiko vermeiden. Denn auch ohne Expertenwissen erkennt man mit einem Blick nach Italien, welchen Verlauf die Ansteckungswelle nehmen kann. Dort hat die Ausbreitung schon längst andere Dimensionen erreicht, als dass sich noch irgendjemand über die Absage von Fußballspielen beschweren würde.“

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Dass die Bundesliga-Spiele am Wochenende noch nicht abgesagt sind, „zeugt nicht von Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein, insbesondere gegenüber gefährdeten Teilen der Gesellschaft und Mitarbeitern in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen.“

„Diese Situation ist so extrem“

Michael Zorc verweist in diesem Zusammenhang auf den engen Terminkalender bei der Ausrichtung internationaler Wettbewerbe. „Diese Situation ist so extrem und so außergewöhnlich, dass wir auch solche Termine nun natürlich in Frage stellen müssen.“

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„Eine Verschiebung würde uns Luft schaffen, um geordnet und angemessen den Spielbetrieb jetzt zu unterbrechen. Und erst wieder zu spielen, wenn die Sicherheit und Gesundheit von allen Beteiligten wieder zu gewährleisten ist.“, sagte Zorc in der "Süddeutschen Zeitung". Der Ball liegt jetzt bei der DFL.

DFL trifft Entscheidung

Am Freitagvormittag traf die DFL schließlich eine Entscheidung – und sorgte damit für allgemeine Verwunderung. Während nahezu alle Sportevents weltweit bereits abgesagt sind, hält die DFL vorerst am Plan fest. Heißt: Der anstehende Spieltag wird mit Geisterspielen ausgetragen. Erst am kommenden Dienstag wird auf der Mitgliederversammlung über eine Aussetzung des Spielbetriebs diskutiert. Alle Infos zur DFL-Entscheidung hier >>

 
 

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