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Borussia Dortmund: Youssoufa Moukoko meldet sich nach Rassismus-Eklat - seine Worte sind beeindruckend für einen 15-Jährigen

Die denkwürdigsten Revierderbys der letzten 20 Jahre

Wenn der FC Schalke 04 und Borussia Dortmund aufeinandertreffen kochen die Emotionen im Ruhrgebiet hoch. Das waren die denkwürdigsten Derbys der vergangenen 20 Jahre.

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Dortmund. Der Rassismus Eklat um Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund schlägt weiterhin hohe Wellen. Beim U19-Derby war das Mega-Juwel von Anhängern des Revierrivalen übel und teils rassistisch beleidigt worden.

Während die Fans beider Lager viel diskutierten, meldet sich das Talent von Borussia Dortmund mit einem langen Statement zu Wort, das zeigt: Moukoko verhält sich nicht nur auf dem Platz schon wie ein Erwachsener.

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Was muss durch den Kopf eines 15-jährigen Jugendlichen gehen, der bei einem Junioren-Spiel einfach nur seinem Hobby nachgehen will? Zugegeben, aus fußballerischer Sicht ist Moukoko kein gewöhnlicher Jugendlicher.

Mit nur 15 Jahren ist er der Kapitän der U-19 Mannschaft, ihm gehören im Jugendbereich schon jetzt mehrere Jugendrekorde, im November wird der Sprung in die Profimannschaft folgen. Doch der Erfolg macht ihn auch zum Zielobjekt.

Diskussionen, ob er wirklich erst 15 ist, gibt es immer noch. Und jetzt kamen am Wochenende auch noch die rassistischen Äußerungen von der Tribüne dazu. Wie geht Dortmunds Nachwuchshoffnung damit um?

Sehr erwachsen wie sich zeigt. In einem längeren Statement bei Instagram bedankt sich Moukoko zunächst für die ganze Unterstützung, die er nach dem Spiel erhalten habe. Sein deutlicher Appell: „An diesem Punkt möchte ich sagen, dass es keinen Platz für Rassismus im Fußball und auch auf menschlicher Ebene geben sollte!“

Was er dann schreibt, hat wahre Größe. „Das hat auch gar nichts mit Schalke zu tun, denn das sind keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen.“ Auch ihm dürfte nicht entgangen sein, dass BVB-Fans nach dem Spiel ein Rassismus-Problem bei Schalke ziemlich verallgemeinerten.

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Die beiden Stichwörter sind hier Clemens Tönnies, der vor einem Jahr mit fragwürdigen Aussagen auffiel, und Jordan Torunarigha, der im Pokal-Spiel zwischen Schalke und Berlin ebenfalls rassistisch beleidigt worden war.

Moukoko ruft zu gesunder Rivalität auf

„Ein Derby ist immer emotional für Spieler und Fans, aber am Ende sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen“, findet Moukoko. „Wir sind zwar Gegner auf dem Platz, aber in der Sache sind wir alle vereint.“

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Seine Worte wirken sehr reflektiert, auch vom Kopf her scheint Moukoko weiter zu sein als viele andere 15-Jährige. Ebenso erweckt er nicht den Eindruck, sich von dem Geschehenen runterziehen zu lassen.

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Im Gegenteil, Moukoko scheint es nur noch mehr beweisen zu wollen. „Neid ist bekanntlich die höchste Form der Anerkennung. Lasst euch von niemandem davon abbringen, das zu tun, was ihr liebt“, gibt er seinen Fans mit auf den Weg. (mh)

 
 

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