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Borussia Dortmund: Juso-Chef Kevin Kühnert schaltet sich in Ribery-Debatte ein - und punktet mit genialem BVB-Spruch

Kevin Kühnert schaltet sich mit einem Augenzwinkern in die Debatte um Franck Ribery ein.
Kevin Kühnert schaltet sich mit einem Augenzwinkern in die Debatte um Franck Ribery ein.
Foto: dpa/Montage: Der Westen

Dortmund. Franck Ribery hat für DEN Eklat der Winterpause gesorgt. Sein Besuch bei Kult-Koch Salt Bae in Dubai geriet zur PR-Katastrophe. Ribery verzerrte dort ein goldenes Steak im Wert von 1200 Euro. Auf Kritik an dem protzigen Mahl reagierte der Franzose reichlich dünnhäutig.

Seine Kritiker beschimpfte er aufs Übelste mit Sprüchen, die weit unter die Gürtellinie gehen. Auf Twitter flippte der 35-Jährige komplett aus. „Beginnen wir mit den Neidern und Hatern, die durch ein löchriges Kondom entstanden sein müssen: F**** eure Mütter, eure Großmütter und euren gesamten Stammbaum“, holt Ribery zur Schimpftirade aus.

SPD-Politiker dreht Debatte auf Borussia Dortmund

Offenbar ist die Debatte um das goldene Steak mittlerweile sogar in der Politik angekommen. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbauch postete auf Twitter: „Ribéry speist für 1200 Euro Steak mit „Blattgold Belag“. Zeigt Verhältnis von Bayern München zu Geld im Sport. Der ganze Klub bleibt unsympathisch. Mit Steuerbetrüger Hoeneß angefangen. Dass Ribéry die Fans als Neider beschimpft passt ins Bild. Hoffe Dortmund wird Meister 2019.“

Der Kommentar kam bei vielen Nutzern gar nicht gut an. „Auch ein Fußballspieler hat ein Privatleben in dem er sein Geld verbrennen kann, sofern er daran Spaß hat. Man muss nicht zu allen Themen seine Meinung darlegen Herr Lauterbach“, kommentierte ein User. Und ein anderer meint: „Wasn billiges Gebashe. Als ob Ribery der erste und einzige Mensch ist, der je ein Stück Fleisch für 1.200€ gebucht hat. Hören Sie sich mal bei Ihren Freunden aus Politik und Wirtschaft um.“

Juso-Chef Kevin Kühnert punktet mit Spruch zum BVB

Der Top-Kommentar zum Post von Karl Lauterbach kam allerdings von Juso-Chef Kevin Kühnert: „Bei Dortmund wird zum Bankett Mantaplatte gereicht.“ Obwohl das natürlich längst nicht mehr der Wahrheit entspricht, bedient der Spruch natürlich das Selbstverständnis des BVB als ehrlicher Arbeiterklub.

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Bei Kühnerts Followern kam der Spruch jedenfalls gut an. „Nee, Taxiteller“, flachst ein Nutzer. Und ein anderer meint; „Ne, Erbsensuppe mit Einlage.“

Fest steht, dass Kühnert ein ehrliches Verhältnis zum Fußball hat. Im Gegensatz zu anderen Politikern hat der Juso-Chef an der Basis gearbeitet. Kühnert ging schon als kleiner Junge mit seinem Opa zu Tennis Borussia Berlin. Später leitete er die Fanabteilung des kleinen Klubs, kommentierte sogar Spiele für das Vereinsradio.

Das ist die Karriere von Kevin Kühnert:

  • 1989 in Berlin (West) geboren
  • 2005 trat er in die SPD ein
  • 2012 bis 2015: Landesvorsitzender der Jusos Berlin
  • 2015 bis 2017: Stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos
  • Seit 2017: Bundesvorsitzender der Jusos

Frank Ribery muss nach seinen Tiraden derweil eine Strafe an den FC BAyern abdrücken. „Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild und als Spieler des FC Bayern nie benutzen darf“, erklärte Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Sonntag in Katar. „Ich habe lange mit Franck gesprochen und ihm auch mitgeteilt, dass er eine hohe Geldstrafe bekommen hat. Die Strafe hat er auch akzeptiert“, so Salihamidzic.

Die bislang wohl höchste Geldstrafe im Verein hatte Musterprofi Philipp Lahm im Jahr 2009 zahlen müssen, als er nach einem Interview mit 50 000 Euro zur Kasse gebeten wurde. (mit dpa)

 
 

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