„Wontorra“ bei Sky: BVB-Boss „Aki“ Watzke drückt Uli Hoeneß derben Spruch

Bei Sky diskutierten Jörg Wontorra, „Aki“ Watzke und Uli Hoeneß.
Bei Sky diskutierten Jörg Wontorra, „Aki“ Watzke und Uli Hoeneß.
Foto: Screenshot Sky

München. Der Sieg im Spitzenspiel von Borussia Dortmund über Bayern München sorgt für ordentlich Gesprächsstoff.

Läuft gerade eine Wachablösung im deutschen Fußball? Mutiert der FCB wieder zum „FC Hollywood“? Räubern die Bayern auch in Zukunft beim BVB? Und saßen die BVB-Bosse beim Treffen zu einer Super League mit am Tisch?

Im Sky Fußball-Talk „Wontorra“ fand Studiogast „Aki Watzke“ zahlreiche Antworten auf die Fragen. Später waren Bayern-Chef Uli Hoeneß und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus live zugeschaltet.

„Hoeneß steht für einen starken Sportdirektor“

Der BVB-Boss konnte sich nach dem Telefonat mit Hoeneß einen Seitenhieb nicht verkneifen. Nachdem Hoeneß in einer vorherigen Wontorra-Sendung in Frage gestellt hatte, ob zu viele Berater dem BVB nicht schaden würden, antwortete Watzke jetzt: „Hoeneß steht für einen starken Sportdirektor.“

Eine klare Anspielung auf die Wut-Konferenz der Bayern-Bosse vor einigen Tagen. Der Spruch hatte gesessen. Später stellte Watzke klar, dass der BVB mit Matthias Sammer nur einen Berater eingestellt habe.

Die ganze Sendung kannst du im Live-Ticker nachlesen.

12.45 Uhr: Sky-Fußballtalk „Wontorra“ vorbei

Das war's! „Aki“ Watzke hat sich allen Fragen gestellt und einige Einblicke geliefert.

12.34 Uhr: Wie kann Pyrotechnik verhindert werden?

„Mit den Möglichkeiten die wir haben, können wir Pyrotechnik nicht verhindern“, stellt Watzke klar. Jeder wisse, wie Pyrotechnik in die Stadien käme. Alternative Ganz-Körper-Scanner? „Dann können die Besucher um 11 Uhr morgens kommen, um gegen 15.30 Uhr passend im Stadion zu sein.“

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„Wir bekommen das Problem nicht komplett in den Griff“, glaubt er. Es dürfen keine Gruppen unter Generalverdacht gestellt werden.

12:22 Uhr: Der BVB saß bei der Super League nicht mit am Tisch

Es folgt ein kurzer Spot zum „Financial Fairplay“ und eine Kommerz-Kritik. „Ich habe beim BVB nicht das Gefühl, dass wir kommerzieller geworden wären als vor fünf Jahren“, sagt Watzke dazu.

Zur Super League sagt er: „Als Fußball-Fan brauche ich sie nicht. Ich muss mir das aber zumindest, wenn so ein Konstrukt erscheint, anhören.“ Doch nur unter dem Vorsatz, dass die Bundesliga bestehen bleibt. Er habe nicht mitgewirkt bei einem Treffen der großen europäischen Clubs.

Watzke meint jedoch, dass 15 Topvereine eine Super League unter sich ausmachen könnten. „Wenn es um ein Format geht, das statt Champions League, stattfindet, und nach unseren Werten geht“, wäre es eine Überlegung wert. Eine hohe Durchlässigkeit wäre dem BVB-Boss wichtig.

Warum saß der BVB nicht mit am Tisch, ist der Verein nicht groß genug? „Wenn ich sehe, dass der AC Milan dabei war, dann müssen wir uns nicht verstecken. Nicht in ökonomischer und spielerischer Hinsicht.“

Eine Fan-Ohnmacht aufgrund der Kommerzialisierung sieht er nicht. Denn der Fan habe selber in der Hand was geschehe und nicht. „Das Beispiel England zeigt doch, dass die Fans bestimmen können. Dort kaufen dennoch 14 Millionen ein TV-Abo.“

12.16 Uhr: BVB-Boss kündigt an: Ich bleibe noch länger

Bis 2022 hat Watzke noch Vertrag beim BVB. Was kommt dann? „Habe noch nicht genug Rente, muss noch ein bisschen arbeiten“, scherzt er. Fakt sei vielmehr, dass ihm die Arbeit Spaß mache. „Ich möchte das nicht ewig machen“, kündigt er an. Ein Wechsel zum DFB sei keine Option: „Ich bin kein Verbandsmensch.“

12.13 Uhr: Deutscher Fußball auf dem Vormarsch

Watzke glaubt, dass der deutsche Fußball diese Saison besser geworden ist. „Es wird wieder einen Tick rustikaler gespielt.“ Darüber hinaus braucht es mehr Robustheit im Zentrum und schnelle, individuelle Spieler auf den Außenbahnen.

Der deutsche Fußball sei auf einen guten Weg, weil auch bessere Mannschaften in der Europa League vertreten seien.

12.09 Uhr: Watzke schließt Spielerabgänge in Richtung München aus

Muss der BVB fürchten, dass die Bayern die besten Spieler wieder wegkaufen? „Wir schließen es aus, dass ein BVB-Spieler in den kommenden Jahren das Bayern-Trikot tragen wird“, so Watzke. Dies führe er auch darauf zurück, dass es keine Ausstiegsklauseln mehr beim BVB gebe. Zusätzlich sei der BVB finanziell nun deutlich besser aufgestellt als in den Jahren als Top-Spieler wie Mario Götze an die Isar wechselten.

Außerdem zeige das Beispiel Mario Götze, dass nicht alle Spieler besser im Süden Deutschlands werden. „Bei uns wäre Mario besser geworden.“

Der Fußball sei jedoch kurzlebig, die Situation könne sich in einigen Jahren schon wieder ändern.

12.02 Uhr: Watzke sicher: Mit den Bayern ist zu rechnen

„Die werden das lösen“, ist sich Watzke sicher. Das Spiele gestern habe gezeigt, dass mit den Bayern zu rechnen ist.

Auch Matthäus meint, dass einige Titel noch nach München gehen werden. In der Meisterschaft sei der BVB in der „Pole-Position“, aber den Pokal könne man holen.

11:52 Uhr: Matthäus: „Er kann nicht alle bringen“

Nun ist auch Lothar Matthäus live zugeschaltet.

Niko Kovac hatte im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen AEK Athen nicht rotiert. Der Rekordnationalspieler sieht darin keinen Grund für die Niederlage. Auch er spricht von einer Werbung für den deutschen Fußball.

Hätte Kovac James bringen müssen? Matthäus: „Er kann nicht alle bringen.“ Mit Nationalspieler Süle und Stürmer Wagner häbe der Trainer zwei Trümpfe gezogen.

Wontorra vergleicht die Situation nun mit der des BVB im letzten Jahr. Dort hatten Spieler wie Dembélé sich aufgelehnt, um einen Wechsel erzwungen.

11.40 Uhr: Watzke kontert nachträglich: „Hoeneß steht für einen starken Sportdirektor"

Über die weiteren Verpflichtungen von Matthias Sammer als Berater und Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung sagt Watzke: „Wir wollten Borussen in den Führungspositionen.“ Die Führungskräfte seien zusammen in einer WhatsApp-Gruppe. Den Namen wolle er nicht verraten: „Wer den herausfindet, bekommt einen Investigativpreis.“

Hoeneß hatte sich in einer vergangenen Sendung bei Wontorra über die Anzahl an Beratern lustig gemacht. Watzke konterte auf Wontorras Farge, ob nun eine Führungsperson fehle mit einem derben Spruch: „Hoeneß steht für einen starken Sportdirektor.“ Eine klare Anspielung auf die Aufreger-Konferenz der Bayern vor einigen Tagen.

Der Spruch hat gesessen, das Publikum lacht lauthals.

11.33 Uhr: Watzke: „Mario ist ein Dortmunder Jung“

Jetzt redet Wontorra über die Zukunft von Mario Götze. Watzke: „Werden Gespräche mit ihm führen.“

Über den neuen Trainer Lucien Favre verrät er: „Wir wollten ihn schon letztes Jahr.“ Er macht jedoch klar, dass Matthias Sammer als Trainerkandidat in Frage kam. „Er will kein Trainer mehr werden.“

Ob Watzke Probleme sehe in der Zusammenarbeit mit dem Schweizer? „Er ist eigen, aber nicht link“, meint Watzke. Favre sei sehr detailversessen. „Er seziert die Spieler, macht die Kleinstdinge besser.“ Die Verpflichtung von Favre sei die entscheidende Personalie im Sommer gewesen.

11.24 Uhr: Jetzt redet Uli Hoeneß

Jetzt ist Uli Hoeneß live zugeschaltet. Er spricht zuerst ein großes Lob nach der Partie aus: „Das war Werbung für den deutschen Fußball.“ Nach der Niederlage gegen Gladbach sei er trauriger gewesen, als nach der gegen den BVB.

Wontorra fragt, ob Nico Kovac nach der Niederlage nun in Frage stehen. Hoeneß verneint eindeutig, die Trainerfrage stelle sich nicht. Er betont, dass der FC Bayern mit Verletztungsproblem zu kämpfen habe. So fehlen mit Coman und Tolisso zwei junge, wichtige Spieler.

Außerdem nimmt er Nico Kovac aus der Schusslinie, nachdem Mats Hummels erklärt hatte, dass er erkältet gewesen war und trotzdem spielen musste. Hummels unterliefen zwei schwere Fehler.

„Der Arzt hat gesagt, er sei einsatzfähig“, sagt der Bayern-Boss. Dennoch habe Hummels auflaufen wollen. Kovac hätte im engen Austausch mit dem Nationalspieler gestanden, der jedoch erklärt habe, dass er fit ist.

„Süle hatte sich in der Halbzeit ja schon warmgelaufen“, betont Hoeneß, dass ein Ersatz bereit gewesen wäre.

Außerdem kündigt er an: „Wir werden bis zum Ende um die Meisterschaft kämpfen.“ In der Winterpause sollen keine Neuverpflichtungen folgen. Erst im nächsten Jahr solle sich das Gesicht des FC Bayern wechseln. Den momentanen Kader hält Hoeneß für stark genug. „Wir hatten gestern 16 Nationalspieler dabei.“

Uli Hoeneß wirkte nicht gereizt, sondern geradezu entspannt.

10:55 Uhr: „Aki“ Watzke bei „Wontorra“ kommt mit Verspätung und bringt kecken Spruch

Doch der Geschäftsführer ließ zehn Minuten auf sich warten, bevor er im Studio erschien.

Schuld daran war die Verspätung seines Fliegers. Dies löste bereits bei Twitter bei einigen Usern Belustigung aus. Dort vermutete man, dass „Aki“ nach dem 3:2-Sieg zu hart gefeiert hatte.

Als „Aki“ Watzke im Studio erschien, wischte er alle Vermutung aus dem Raum. „Sie wollten mich nicht landen lassen in München, weiß auch nicht warum“, erklärte der Manager frech. Später schob er noch nach, was er wirklich nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Bayern gemacht hatte. Ein Sponsor hatte ihn empfangen, das Lob auf den Dortmunder Höhenflug sei dort groß gewesen.

Weiter erklärte Hans-Joachim Watzke, dass auch ein Unentschieden gerechtfertig gewesen wäre. „Das war Werbung für den deutschen Fußball“, spielte er auf die rasante Partie an. Man müsse sich nicht vor der englischen oder spanischen Liga verstecken.

10.45 Uhr: Der Fußball-Talk Wontorra bei Sky startet mit Verspätung

Guten Morgen! Wir tickern den Fußball-Talk Wontorra bei Sky live für dich! Die Sendung verspricht ordentlich Brinsanz. Immerhin sind die Bosse der beiden deutschen Topclubs eingeladen. „Aki“ Watzke kommt ins Studio. Uli Honeß wird später live hinzugeschaltet.

 
 

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