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Borussia Dortmund – Werder Bremen: Warum der Sieger schon vor dem Elfmeterschießen feststand

Paco Alcácer (r.) scheitert an Jiri Pavlenka – der Anfang vom Ende des Dortmunder Pokaltraums.
Paco Alcácer (r.) scheitert an Jiri Pavlenka – der Anfang vom Ende des Dortmunder Pokaltraums.
Foto: imago/Team 2

Dortmund. Ein Elfmeterschießen wird im Fußball gerne auch „Lotterie vom Punkt“ genannt. Wenn nach 120 Minuten kein Sieger gefunden werden konnte, muss irgendwie ermittelt werden, wer raus ist und wer weiter kommt.

Bevor die nervliche Zerreißprobe Elfmeterschießen eingeführt wurde, entschied ein Münzwurf über Sieg und Niederlage. Einen Münzwurf hätte Borussia Dortmund gegen Werder Bremen am Dienstagabend vielleicht sogar vorgezogen.

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Borussia Dortmund – Werder Bremen: Alles sprach gegen den BVB

Denn die Vorzeichen standen vor dem Elfmeterschießen im Achtelfinale des DFB Pokals denkbar schlecht. Um nicht zu sagen: ALLES sprach gegen den BVB!

1. Werder Bremen hatte das Momentum

Nicht wenige Fans wähnten ihren Klub schon im Viertelfinale, als Ashraf Hakimi Borussia Dortmund sieben Minuten vor Ende der Verlängerung erneut in Führung brachte. Der SVW-Ausgleich in der 118. Minute wirkte wie ein KO-Schlag – und brachte die Bremer mental in eine bessere Position für das Elfmeterschießen.

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2. Eric Oelschlägel

Dafür, dass Borussia Dortmunds dritter Keeper erst wenige Stunden vor Anpfiff von seinem anstehenden Pflichtspiel-Debüt erfuhr, machte Eric Oelschlägel fraglos einen tollen Job. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit bewahrte er den BVB mit einer Wahnsinns-Parade nach Max Kruses Freistoß vor dem Knockout. Doch im Elfmeterschießen hilft ein routinierter, unaufgeregter Torhüter meist mehr als ein junger Debütant.

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3. Die Gelbe Wand war machtlos

Als wäre es nicht schon blöd genug, ins Elfmeterschießen zu müssen, hatte Borussia Dortmund auch noch die Gelbe Wand im Rücken. Was wie ein Vorteil klingt, war dieses Mal ein Nachteil. Werder hatte die Seitenwahl gewonnen und ließ die Elfmeter vor dem Gästeblock ausführen – über 100 Meter von der Südtribüne entfernt. Wer meint, so etwas wäre kein Faktor, sollte noch einmal in die Augen der Schützen von Union Berlin beim Pokal-Elferschießen 2016 in Dortmund schauen.

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4. Dortmunds sicherste Schützen mussten zusehen

Marco Reus musste in der Halbzeitpause verletzungsbedingt raus (>> so geht es ihm jetzt), auch Raphael Guerreiro war bereits ausgewechselt worden. Zudem stand Jadon Sancho krankheitsbedingt nicht im BVB-Kader. Die drei Feinfüße fehlten Borussia Dortmund im Elfmeterschießen als sichere Schützen. Allerdings: Auch Paco Alcácer gilt als Garant für Elfmetertore – und verschoss gleich den ersten.

 
 

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