Borussia Dortmund wartet sehnsüchtig auf André Schürrle

BVB-Kandidat André Schürrle
BVB-Kandidat André Schürrle
Foto: firo Sportphoto / Ralf Ibing
  • Zwei Nationalspieler stehen beim BVB ganz oben auf der Liste: Mario Götze und André Schürrle.
  • BVB-Trainer Thomas Tuchel will unbedingt Schürrle holen.
  • Eine Anfrage des BVB beim VfL Wolfsburg hat es schon gegeben.

Dortmund. Thomas Tuchel lächelte. „Eine Stürmerkrise?“, fragte der Trainer von Borussia Dortmund, als er angesprochen wurde auf das Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich. „Das ist übertrieben. Ich wüsste ein paar, die bei uns herzlich willkommen wären.“

Eine Anspielung auf jene zwei Nationalspieler, die in Dortmund ganz oben auf der Liste stehen: Mario Götze und vor allem André Schürrle, den Tuchel unbedingt holen will – eine Anfrage des BVB beim VfL Wolfsburg hat es schon gegeben.

BVB-Trainer Tuchel konnte sich über zwei Testspielsiege freuen

Einen würde das besonders freuen: Gonzalo Castro, der bei Bayer Leverkusen mehrere Jahre mit Schürrle zusammenspielte. „André ist ein Spieler, der jeder Mannschaft in Deutschland weiterhelfen kann“, sagte Castro. „Wir haben uns sehr gut verstanden. Die Wege haben sich dann getrennt, aber es kann manchmal schneller gehen als gedacht.“

Tuchel kann es gar nicht schnell genug gehen: Zwar konnte er sich am Wochenende über Testspielsiege beim Oberligisten SpVgg Erkenschwick (5:2) und Regionalligisten Wuppertaler SV (2:0) freuen, doch derzeit ist seine Trainingsgruppe sehr überschaubar: Zwölf Profis stehen zur Verfügung. Nach und nach werden in den kommenden Tagen weitere einsteigen. Wann aber Offensivstar Marco Reus seine Entzündung an den Adduktoren überwunden hat, ist schwer abzusehen.

Da käme ein André Schürrle gelegen – obwohl der 19 Jahre alte Neuzugang Ousmane Dembélé großes Potenzial andeutete, mit Tempo, Technik und Draufgängertum Lust auf mehr machte. Aber: „Das ist für so einen jungen Menschen alles neu, die Belastung, die Kultur, das Umfeld“, sagte Trainer Tuchel. „Das darf man nicht unterschätzen.“

 
 

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