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Borussia Dortmund stolpert über FC Augsburg! BVB patzt im umstrittenen Protestspiel

Marco Reus und Co. trafen am Montagabend auf den FC Augsburg.
Marco Reus und Co. trafen am Montagabend auf den FC Augsburg.
Foto: imago/DeFodi

Dortmund. Borussia Dortmund hat im Rennen um die Champions-League-Plätze Federn gelassen.

Zum Abschluss des 24. Bundesliga-Spieltags kam die Mannschaft von Trainer Peter Stöger gegen den FC Augsburg nur zu einem 1:1. Marco Reus (16. Minute) brachte den BVB in Führung. Kevin Danso (73.) glich für den FCA aus.

Neben dem Geschehen auf dem Rasen war auch der Fanprotest am Montagabend das große Thema in Dortmund. Tausende Fans, darunter hauptsächlich die aktive Dortmunder Szene, blieben der Partie fern, um gegen Montagsspiele in der Bundesliga zu demonstrieren. Nur 54.300 Zuschauer kamen zum Spiel. Üblicherweise finden mehr als 80.000 Menschen den Weg zu Dortmunder Heimspielen. Die Folge: Erschreckende Stille im sonst so lauten Dortmunder Stadion (hier alle Infos zu den Protesten).

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Dortmund - Augsburg: Zähe erste Halbzeit

Die erste Halbzeit war hart umkämpft. Dortmund hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste mit selbigem aber gegen gut verteidigende Augsburger herzlich wenig anzufangen.

Den einzigen großen Fehler der Gäste nutzte der BVB eiskalt aus. Reus ergaunerte sich den Ball am Mittelkreis und schaltete den Turbo an. Über Götze landete der Ball bei Schürrle, der die Kugel scharf vor das Augsburger Tor brachte. Dort wollte Martin Hinteregger mit einer Grätsche klären, traf den Ball aber nicht richtig, so dass Reus lässig zum 1:0 abstauben konnte.

Trotz der Führung im Rücken fand der BVB zunächst nicht besser ins Spiel. Die Borussia ließ den Ball im Mittelfeld zwar souverän durch die eigenen Reihen laufen, doch die Stöger-Elf entwickelte im Vorwärtsgang nicht den entscheidenden Punch, um sich weitere Chancen zu erspielen. In der Defensive arbeitete Dortmund umso effektiver. Mit Ausnahme eines Freistoßes von Jonathan Schmid (43.), den Roman Bürki gut parierte, hatte der FCA in der ersten Halbzeit keine Tormöglichkeiten.

BVB zunächst im Glück

Ein ähnliches Bild zu Beginn der zweiten Hälfte: Der BVB hatte mehr Ballbesitz als Augsburg. Torgefahr: Fehlanzeige.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff kämpfte Augsburg sich mehr und mehr ins Spiel und hatte zwei große Chancen zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Philipp Max setzte Schmid (55.) den Ball per Kopf hauchdünn neben das BVB-Tor. Drei Minuten später war es erneut Schmid, der 10 Meter vor dem BVB-Kasten zum Abschluss kam und knapp verzog.

Augsburg glich durch Danso aus

Auch in der Schlussphase schaffte es der BVB nicht die Spielkontrolle an sich zu reißen. Ganz im Gegenteil: Durch Patzer luden die Dortmunder die Augsburger immer wieder ein. So versprang Julian Weigl (71.) der Ball 30 Meter vor dem Eigenen Tor. Caiuby schaltete blitzschnell, lief mit Ball Richtung BVB-Tor und setzte die Kugel knapp neben den Kasten.

Nach einem Eckstoß fiel dann der verdiente Ausgleich. Kevin Danso lief seinem Gegenspieler Sokratis davon und kam 6 Meter vor dem Tor frei zum Kopfball. Diesen konnte Bürki noch stark abwehren, doch beim Abstauber des FCA-Verteidigers war der Borussia-Keeper machtlos.

In der Folge gab Augsburg sich mit dem Remis zufrieden und Dortmund fehlten nach wie vor die zündenden Ideen. Die einzige Großchance für den BVB hatte Mahmoud Dahoud, der nach einem Augsburger Abwehrchaos aus 14 Metern frei zum Abschluss kam und den Ball Zentimeter über die Latte setzte.

Und so endete die Partie mit einer gerechten Punkteteilung.