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Borussia Dortmund: Riskanter Plan mit Kult-Stadion – kann DAS gut gehen?

Bei Borussia Dortmund sollen sich Damen und U23 künftig das Stadion Rote Erde teilen.
Bei Borussia Dortmund sollen sich Damen und U23 künftig das Stadion Rote Erde teilen.
Foto: dpa

Dortmund. Lange hatte Borussia Dortmund sich geziert – doch ab Sommer geht endlich auch eine schwarzgelbe Damen-Mannschaft an den Start.

Obwohl sie ganz unten in der Kreisliga starten, wird den Pionier-Frauen von Borussia Dortmund eine besondere Ehre zuteil, die schnell zum Problem werden könnte: Sie tragen ihre Heimspiele im Stadion Rote Erde aus.

Borussia Dortmund: Frauen und U23 sollen sich Stadion Rote Erde teilen

Das Stadion im Schatten des riesigen BVB-Stadions ist ein geschichtsträchtiger Ort. 37 Jahre lang war es die Heimat von Borussia Dortmund. Drei Meistertitel wurden dort vor über 30.000 Zuschauern gefeiert.

In der Roten Erde, dem mittelalterlichen Namen für Westfalen, wuchs der BVB zu einem Spitzenklub, bis er 1974 ins Westfalenstadion umzog. Heute spielt dort die U23 von Borussia Dortmund – und ab Sommer auch die Frauen.

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Rumpelrasen ohne Heizung – Platz in der Roten Erde katastrophal

Und genau das ist nicht unproblematisch. Seit vielen Jahren gibt der Rasen im altehrwürdigen Stadion pünktlich zum Start in die kalte Jahreszeit ein jämmerliches Bild ab. Der Rumpelrasen ohne Heizung ist meist schon im Herbst eine Katastrophe.

Zahlreiche Partien des BVB II in der 3. Liga und Regionalliga mussten schon ausfallen, weil der Rasen unbespielbar war. Und nun soll auch noch ein zweites Team seine Heimspiele dort austragen.

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Stadion Rote Erde gehört der Stadt

Dem Zustand des malträtierten Rasens dürfte das kaum zuträglich sein. Auch wenn die Damen von Borussia Dortmund (Stand jetzt) nur neun Heimspiele pro Saison haben, könnte das dem Platz, den BVB-Boss Watzke einst „Kartoffelacker“ schimpfte, schnell den Rest geben.

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Warum verlegt der BVB dann keinen neuen Rasen? Ganz einfach: Weil ihm das Stadion nicht gehört. Die Rote Erde ist im Besitz der Stadt Dortmund. Ein Versuch, ihr die Kultstätte abzukaufen, scheiterte 2015 wegen der dort ebenfalls beheimateten Leichtathleten.