Marcel Schmelzer gibt beim BVB das Kapitänsamt zurück

In der kommenden Saison nicht mehr BVB-Kapitän: Marcel Schmelzer.
In der kommenden Saison nicht mehr BVB-Kapitän: Marcel Schmelzer.
Foto: firo

Los Angeles. Die Verpflichtung von Lucien Favre war nicht die einzige Personalie, die bei Borussia Dortmund am Dienstag verkündet wurde, auch in der Mannschaft gibt es eine Führungsposition neu zu besetzen: Marcel Schmelzer gibt nach zwei Jahren das Kapitänsamt ab – auf eigenen Wunsch, wie er sagt.

„Das waren zwei anstrengende und intensive Jahre, die sehr kräftezehrend waren“, erklärte der Linksverteidiger. „Ich glaube, dass es so das Beste ist.“ Das Testspiel beim Los Angeles FC um 4 Uhr deutscher Zeit wird sein letzter Auftritt mit der Kapitänsbinde.

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Neuer Kapitän beim BVB: Folgt Reus auf Schmelzer?

Über einen Nachfolger wird beim BVB offiziell noch nicht gesprochen, allerdings läuft alles auf einen Kandidaten hinaus: Marco Reus, jetzt schon das sportliche Aushängeschild und er wohl populärste BVB-Spieler, ist klarer Favorit. Ihn hätte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon 2016 gerne in diesem Amt gesehen, als der damalige Kapitän Mats Hummels nach München wechselte.

Der damalige Trainer Thomas Tuchel aber entschied sich für Schmelzer. Nun aber dürfte der BVB-Boss seinen Wunsch bekommen – zumal Reus ein exzellentes Verhältnis zum künftigen Trainer Favre hat: Unter ihm reifte er bei Borussia Dortmund einst zum Bundesliga-Star und Favre hielt immer große Stücke auf seinen Offensivspieler.

Marcel Schmelzer stand in der Kritik

Schmelzers Abtritt als Spielführer folgt auf Wochen, in denen er beim BVB ungewohnt heftig in der Kritik stand. In der Öffentlichkeit wurde der Linksverteidiger schon seit langem immer wieder harsch kritisiert, im Klub aber war der Mann mit den 346 Pflichtspielen für Schwarz-Gelb lange unumstritten. Nach einem schwachen Auftritt im Derby bei Schalke 04 (0:2) aber nahm ihn Trainer Peter Stöger nicht nur aus der Startaufstellung, sondern verbannte ihn gleich auf die Tribüne. Nur wegen Personalproblemen kehrte er im letzten Saisonspiel bei der TSG Hoffenheim (1:3) wieder in die Angangself zurück.

Und die Verantwortlichen ließen erkennen, dass Ihnen die ihrer Meinung nach ratlos wirkende Körpersprache Schmelzers missfiel und sie daran zweifeln ließ, ob der 29-Jährige noch der richtige Anführer dieser Mannschaft sei. Einem möglichen Entzug des Amts ist Schmelzer nun zuvorgekommen. Der Verein habe ja ohnehin einen Neustart für den Sommer vorgegeben, erklärte er diplomatisch. „Da passt es gut, dass dieses Amt neu vergeben wird.“

 
 

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