Dortmund

Borussia Dortmund: Roman Bürki nur auf Bewährung – Dieser Torwart könnte die neue Nummer 1 werden

BVB-Keeper Roman Bürki.
BVB-Keeper Roman Bürki.
Foto: imago/Sven Simon

Dortmund. Anders als die meisten seiner Mitspieler verzichtete Roman Bürki beim Training am Mittwoch auf eine Mütze. Auch einen Gesichtsschutz hatte der Torhüter von Borussia Dortmund nicht nötig. Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt können einem Schweizer eben wenig anhaben.

Widrigkeiten ist der 27-Jährige gewohnt. In Dortmund weht ihm der Wind nicht nur auf dem Trainingsplatz immer mal wieder scharf ins Gesicht. Der Torhüter ist bei Fans und Kollegen nicht unumstritten, da er sich in dieser Saison den einen oder anderen Fehler leistete.

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Bislang kamen die Zweifel ausschließlich von außen. Jetzt aber lassen auch die Aussagen von Klubverantwortlichen aufhorchen.

„Roman Weidenfeller hört auf, und wir werden im Sommer einen Torhüter verpflichten“, sagt Sportdirektor Michael Zorc im Gespräch mit dieser Zeitung.

BVB verlängerte mit Bürki bis 2021

So weit, so bekannt. Ob das allerdings eine junge Nachwuchskraft wird, die man langfristig zum Bürki-Nachfolger aufbaut oder ein ebenbürtiger Konkurrent mit Stammplatz-Ambitionen, mag Zorc noch nicht sagen: „Auf ein Profil legen wir uns jetzt noch nicht fest, darüber machen wir uns noch Gedanken“, sagt er. Grundsätzliche Zweifel an seiner aktuellen Nummer eins will Zorc damit ausdrücklich nicht äußern. Aber er weicht doch deutlich von seinen Aussagen im Oktober beim TV-Sender Sky ab. Damals wurde Bürki öffentlich scharf kritisiert, nachdem er in der Champions League bei Apoel Nikosia (1:1) erneut nicht gut ausgesehen hatte. Der BVB aber verlängerte den Vertrag bis 2021, Zorc stärkte Bürki den Rücken: „Wir sind überzeugt, dass er der Torwart der Zukunft für Borussia Dortmund ist“.

Frage: „Das heißt, Sie planen mit ihm als Nummer eins für die neue Saison?“ – Antwort: „Ja.“

Nachfrage: „Das heißt, Sie suchen eine Nummer 2?“ – Antwort: „Ja, das kann man so sagen.“

Bürkis Qualitäten überzeugen immer noch

Von diesen Aussagen ist der Sportdirektor nun ein Stück weit abgerückt. Zwar ist man von Bürkis Qualitäten im Klub immer noch überzeugt. Man hätte aber schon gerne, dass er sie konstanter unter Beweis stellt – und zwar auf dem hervorragenden Niveau, mit dem Bürki den 1:0-Sieg bei Borussia Mönchengladbach festhielt.

Welches Profil der neue Torhüter hat, hängt zu großen Teilen davon ab, wie sich der Schweizer in den kommenden Wochen präsentiert – auch wenn Zorc das so nicht bestätigt: „Das hängt von vielen Faktoren ab.“ Ein potenzieller Bürki-Konkurrent ist Lukas Hradecky, dessen Vertrag bei Eintracht Frankfurt im Sommer ausläuft. Laut Kicker gab es bereits Gespräche mit dem BVB. Der 28-Jährige ist nicht nur ein begabter Torhüter – er kann als Finne ebenfalls gut mit widrigen äußeren Bedingungen umgehen.

 
 

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