Dortmund

Borussia Dortmund: Michael Zorc fuchsteufelswild – „lahmarschig, bequem und langsam“

Michael Zorc ist nach der Pokalpleite von Borussia Dortmund bei Werder Bremen bedient.
Michael Zorc ist nach der Pokalpleite von Borussia Dortmund bei Werder Bremen bedient.
Foto: imago images / Revierfoto

Dortmund. Aus der Traum! Borussia Dortmund ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Am Dienstagabend unterlag das Team von Lucien Favre dem SV Werder Bremen im Achtelfinale mit 2:3.

Nach dem Traumstart in die Rückrunde folgte offenbarte Borussia Dortmund wieder einmal eklatante Schwächen im Defensivverbund. Bremen, das als krasser Außenseiter in die Partie gegangen war, wusste diese bestens zu nutzen. Logisch, dass die Laune aller Schwarz-Gelben noch weit nach Abpfiff im Keller war.

Werder Bremen schockt Borussia Dortmund

„Es ist eine Niederlage, die sehr wehtut, weil sie nicht zu reparieren ist“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc der „WAZ“ angesichts der Tatsache, dass der fünfte DFB-Pokal-Sieg in diesem Jahr nun bereits nicht mehr möglich ist. In der Saison 2016/17 hatte Dortmund zum bisher letzten Mal in Berlin triumphiert. „Eine Niederlage, die vermeidbar, aber am Ende auch verdient war.“

Im Bremer Weserstadion hatten Werder-Neuzugang Davie Selke (16.) und Leonardo Bittencourt (30.) die Hausherren früh auf die Siegerstraße gebracht. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer (67.) dauerte es nur drei Minuten, ehe Milot Rashica den alten Abstand wiederherstellte. Dem BVB gelang zwar erneut der Anschluss, eine Verlängerung konnte er allerdings nicht mehr erzwingen.

Michael Zorc lässt seinem Unmut freien Lauf

Allen voran im ersten Durchgang machte die Borussia alles andere als einen guten Eindruck. Viel zu nachlässig agierte der Bundesliga-Dritte und kassierte so vermeidbare Gegentore. So reichte es trotz des Aufbäumens im zweiten Durchgang nicht mehr zum Weiterkommen.

„Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der ersten Halbzeit lahmarschig, bequem und langsam Fußball gespielt haben. Wir haben nicht den Eindruck vermittelt, dass wir wissen, worum es geht. Dann ist das am Ende so. Wir hatten keine Tiefe im Spiel. Wir haben nicht fokussiert auf das Tor gespielt“, bemängelte Zorc.

Haaland und Reyna als Lichtblicke

Bezeichnend für das Dortmunder Spiel war, dass neben dem Gegner ausgerechnet zwei Jungstars den älteren Spielern zeigten, was im Pokal mitunter vor allem gefordert ist: Wille, Laufbereitschaft, Glaube und Einsatz.

Erling Haaland, den Favre trotz seiner sieben Tore in den ersten drei Bundesliga-Spielen auf der Bank gelassen hatte und erst zur zweiten Halbzeit für Thorgan Hazard brachte, sowie Giovanni Reyna, der in der 66. Minute für Axel Zagadou kam, verkörperten diese Attribute jederzeit.

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Und so kam es nicht von ungefähr, dass Haaland (67.)und Reyna (78.) für die beiden Dortmunder Tore verantwortlich zeichneten. Mit seinem Traumtor – dem zweiten an diesem Tag nach Bittencourts Distanzhammer – avancierte Reyna zum jüngsten Torschützen der DFB-Pokal-Geschichte. Und so kann man der Pleite in Dortmund vielleicht doch noch etwas Positives abgewinnen.

Viel Zeit über die Niederlage nachzudenken bleibt indes nicht. Bereits am Samstag (18.30 Uhr) gastiert der BVB in Leverkusen. Um weiter oben dranzubleiben und einen direkten Konkurrenten zu distanzieren, muss unbedingt ein Sieg her – dafür bedarf es jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung. (sts)

 
 

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