Dortmund

Borussia Dortmund: Mario Götze mit schockierenden Aussagen – „Die Polizei beschützte das Haus meiner Eltern“

BVB-Profi Mario Götze.
BVB-Profi Mario Götze.
Foto: imago images / MIS

Dortmund. Die Karriere von Mario Götze gleicht einer wilden Achterbahnfahrt. Sportliche Erfolge und Tiefschläge wechselten sich ab – und auch in der Gunst der Fans erlebte der Profi von Borussia Dortmund alle Höhen und Tiefen.

Wie schockierend auch für ihn der Hass der Fans durch seinen Wechsel nach München war, verrät der Weltmeister nun dem „Players Tribune“

Schon in der Jugend von Borussia Dortmund wurde er als Supertalent gefeiert. Die Medienwelt stürzte sich auf den 17-Jährigen, so dass der BVB sogar ein totales Interviewverbot aussprechen musste.

Borussia Dortmund: Mario Götze wurde vom gefeierten Helden zum Judas

Die Prognosen, der „nächste Lionel Messi“ spiele bei Borussia Dortmund, schienen sich zu bewahrheiten. Er blieb der Senkrechtstarter, machte den BVB mit blutjungen 19 Jahren als Spielmacher zum Double-Sieger und schoss Deutschland mit 22 Jahren zum WM-Titel.

Nun spricht Mario Götze über diese großen Zeiten – aber auch über den tiefen Fall. Für die Fans von Borussia Dortmund besonders spannend: Seine Schilderungen über den Wechsel zu Bayern München.

Bis heute gibt es unzählige Borussen, die ihm diesen Schritt nie verziehen haben. Nun stellt Götze klar: „Es war die härteste Entscheidung meines Lebens.“

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Der gebürtige Memminger lässt im Artikel des „Players Tribune“ tief in sein Seelenleben blicken. Schon im Vorjahr hatten sich die Bayern um ihn bemüht. Götze lehnte ab.

Mit Trainer Pep Guardiola versuchten die Münchener es erneut – mit Erfolg. „Ich war 20, als ich beschloss zu gehen. Ich weiß, dass die meisten Menschen das immer noch nicht verstehen können. Es war keine Entscheidung, die über Nacht fiel“, macht Götze klar.

Mario Götze: „Erinnerst du dich, als du 20 warst?“

„Man muss verstehen, wie ein 20-Jähriger denkt. Erinnerst du dich, als du 20 warst? Du hast keine Ahnung, wie die Welt funktioniert. Ich hatte nicht die Chance, an die Universität zu gehen. Ich hatte noch nie alleine gelebt. Also hatte ich das Gefühl, dass ich eine Veränderung im Leben brauchte.“

Als der Transfer durchsickerte, bekam er sofort die ganze Tragweite seiner Entscheidung zu spüren. Der pure Hass der Fans von Borussia Dortmund schlug Mario Götze entgegen – er wurde zum „Judas“.

„Ich entschied mich zu gehen und verstand die Konsequenzen nicht. Wenige Wochen später beschützte die Polizei das Haus meiner Eltern“, berichtet Götze. „Heute verstehe ich die Reaktionen. Wirklich. Fußball ist für viele Menschen mehr als ein Spiel.“

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„Aber zu der Zeit war es schockierend. Die Pfiffe und die Transparente unserer eigenen Fans ... ich persönlich konnte damit noch umgehen. Aber mein jüngerer Bruder war damals 14 Jahre alt und wurde in der Schule damit konfrontiert. Die Leute sagten Sachen zu meiner Mutter. Im Internet wurden meiner Familie Drohungen ausgesprochen. Es war wirklich unglaublich, das zu überstehen, zumal Dortmund unser Zuhause war. Ich zog im Sommer weg, aber meine Familie musste bleiben und in Dortmund leben, deshalb war es für sie noch schlimmer. Es war die schwierigste Zeit in unserem Leben, aber es ist schwer zu sagen, dass ich es bereue.“

Auf seine Rückkehr zum BVB folgte eine lange sportliche Durststrecke. In den vergangenen Monaten steigerte sich Mario Götze wieder zu einem Leistungsträger – und einige BVB-Fans finden mit dem 26-Jährigen ihren späten Frieden.

 
 

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