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Borussia Dortmund: Mario Götze hadert mit BVB-Rückkehr – „Hätte gerne mehr gewonnen“

Borussia Dortmund: Der aktuell vereinslose Mario Götze blickt auf seine vergangenen Jahre im BVB-Dress zurück.
Borussia Dortmund: Der aktuell vereinslose Mario Götze blickt auf seine vergangenen Jahre im BVB-Dress zurück.
Foto: imago images / Laci Perenyi

Dortmund. Als Borussia Dortmund im Sommer 2016 WM-Held und Eigengewächs Mario Götze aus München zurückholte, waren die Hoffnungen groß.

Das einstige Jahrhunderttalent, mit dem Borussia Dortmund 2011 Deutscher Meister wurde und 2012 das Double holte, sollte nach einem dreijährigen Engagement in München nun wieder beim BVB durchstarten. Doch vier Jahre später muss auch Götze selbst feststellen: „Nach meiner Rückkehr ist es leider nicht mehr so gelaufen, wie ich es mir bei meinem Wechsel 2016 erhofft habe.“

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Borussia Dortmund: Mario Götze blickt enttäuschende vier Jahre zurück

Fast die komplette Rückrunde der Saison 2016/17 fiel Götze mit einer Stoffwechselerkrankung aus. In der Folgesaison tastete er sich wieder heran. „Unter Peter Bosz hatte ich eine sehr gute Phase und seine Philosophie passt perfekt zu mir“, erinnert sich Götze.

Doch nach Boszs Entlassung und einer unruhigen Rückrunde unter Interimstrainer Peter Stöger übernahm 2018 Lucien Favre das Steuer – und der Schweizer tat sich bis zum Ende schwer damit, in seinem Spielsystem die richtige Rolle für Götze zu finden. Oft ließ er den 28-Jährigen als einzige Sturmspitze auflaufen. Götzes Bilanz unter Favre: 47 Pflichtspiele, zehn Tore, 8 Assists.

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Im Sommer 2020 war schließlich Schluss – Götze verlängerte seinen Vertrag nicht mehr und ist seit nunmehr zweieinhalb Monaten vereinslos. In einem Interview mit „Bild“ blickt Götze auf seine BVB-Zeit seit 2016 zurück – und zieht ein ernüchterndes Fazit.

Zu wenige Titel mit dem BVB

Auf die Frage, ob seine erneute Unterschrift beim BVB vor vier Jahren die richtige Entscheidung war, antwortet Götze: „Unter sportlichen Aspekten muss man eindeutig feststellen: Nein.“ Dreimal wurde er mit den Münchnern Deutscher Meister, zweimal Pokalsieger. In den darauffolgenden vier Jahren beim BVB gab es für ihn nur einmal den DFB-Pokal zu bejubeln – doch im Finale fehlte Götze krankheitsbedingt.

„Ich hätte gerne mehr als nur den Pokal 2017 gewonnen“, gesteht Götze – und sein Titelhunger ist nach wie vor noch nicht gestillt: „Ich habe ehrgeizige Ziele und will unbedingt noch die Champions League gewinnen. Das treibt mich jeden Tag, in jeder Einheit an. Ich will meine Karriere nicht beenden, ohne diesen Titel einmal gewonnen zu haben.“

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Daher soll sein neuer Klub auch unbedingt in einer europäischen Liga spielen. Zuletzt war er oft mit der AS Monaco unter Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac in Verbindung gebracht worden, doch der Klub spielt in dieser Saison nicht international. Doch wer sagt überhaupt, dass Götze für seinen Traum vom Henkelpott ins Ausland wechseln muss?

Bleibt Götze in der Bundesliga?

„Die Bundesliga gehört auch zu Europa und ich habe nie gesagt, dass ich die Bundesliga verlassen muss“, betont Götze. „Es gibt mehrere ambitionierte Vereine in Deutschland.“ Zum Beispiel den frisch gebackenen Triple-Sieger aus München? „Natürlich ist Bayern ein großartiger Verein“, so Götze.

Zu Trainer Hansi Flick habe er seit seinen Tagen in der Nationalmannschaft ein sehr gutes Verhältnis und stehe regelmäßig mit ihm in Kontakt. (at)

 
 

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