Dortmund

Borussia Dortmund: Michael Zorc erklärt, wieso Marco Reus der einzige Deutsche in der Stamm-Mannschaft ist

Marco Reus ist der einzige Deutsche in der Stammelf von Borussia Dortmund. Das kommt aber nicht von ungefähr.
Marco Reus ist der einzige Deutsche in der Stammelf von Borussia Dortmund. Das kommt aber nicht von ungefähr.
Foto: firo

Dortmund. Bei Borussia Dortmund läuft es derzeit so gut wie schon lange nicht mehr. Die Fans können sich nach sechs Jahren wieder Hoffnung darauf machen, Deutscher Meister zu werden.

Zuletzt gelang dem BVB dieser Triumph im Jahr 2012. Dann folgte eine Rekordserie des FC Bayern, der sechs Mal Deutscher Meister wurde.

Doch die Bayern stecken jetzt in der Krise. Die Schwarzgelben haben bereits sieben Punkte Vorsprung auf die Münchner und könnten dieses Mal am Ende der Saison wieder ganz oben stehen.

Marco Reus: Einziger Deutscher in der Stammelf

Der große Unterschied zu damals: Die Mannschaft. Viele Spieler haben den Verein in der Zwischenzeit verlassen. Doch sieht man sich die Stamm-Elf an, fällt auch noch etwas anderes auf.

Mit Nationalspieler Marco Reus ist nur ein einziger Deutscher in der Top-Elf von Lucien Favre zu finden. Das gab es unter Ex-Trainer Jürgen Klopp nicht. In den beiden Jahren, in denen er mit dem BVB Meister wurde (2011 und 2012), standen jeweils sechs Deutsche auf dem Platz.

Die Spiel-Anteile von Profi-Kickern aus Deutschland liegen bei Borussia Dortmund derzeit bei mageren 27,5 Prozent, wie die Sport Bild ermittelt hat. Damit liegt der Verein nur auf Platz 13.

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Borussia Dortmund: „Qualität hat oberste Priorität"

Zum Vergleich: Beim SC Freiburg machen die ausländischen Fußballer mit 5,1 Prozent nur einen winzigen Teil aus. Beim FC Bayern München sind mit 53,3 Prozent Spielanteil die Deutschen noch immer in der Mehrzahl.

Sportdirektor Michael Zorc weiß das natürlich auch. Er erklärt den einfachen Grund, der dahintersteckt: „Oberste Priorität besitzt die Qualität. Weder unser Scouting noch unsere Transferstrategie richtet sich nach der Nationalität von Spielern.“

BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Bemühen uns um deutsche Spieler"

Weiter erklärt er der Sport Bild aber auch: „Aber klar: Wenn wir die Chance haben, einen deutschen Spieler zu verpflichten, der unserer Mannschaft weiterhelfen kann, dann bemühen wir uns um ihn. […] Alles andere wäre ja auch fahrlässig.“

Doch durch den Versuch kann nicht automatisch auch ein Erfolg und somit ein neuer Spieler verbucht werden. Der 56-Jährige weiß nämlich: „Jeden qualitativ guten deutschen Spieler zum BVB zu holen, ist nur schwer möglich.“ Die Konkurrenz ist einfach zu groß. (cs)

 
 

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