Borussia Dortmund feiert Heimspiel in Paris

Paris.. Das war am Donnerstagabend was los im Pariser Prinzenpark. Mehr als 7000 Fans von Borussia Dortmund hatten den Bundesliga-Spitzenreiter zum Europa-League-Duell bei Paris St. Germain begleitet. Heimspielatmosphäre beim Auswärtsspiel in Paris.

„Das ist einmalig, das gibt es nur bei uns“, schwärmte Kevin Großkreutz nach dem Abpfiff.

BVB-Trainer Jürgen Klopp war nach dem 0:0 für den Moment enttäuscht: Kurz vor Schluss hatten seine Dortmunder Profis in Paris gute Chancen auf das Siegtor vergeben, die beste konnte Robert Lewandowski nicht im Netz der Gastgeber unterbringen. „Wir wären kein unverdienter Sieger gewesen“, fand Klopp.

Merklich beeindruckt war der BVB-Trainer von Unterstützung der Fans in Paris. „Das war unfassbar, was die hier gemacht haben. Außergewöhnlich, bestimmt Weltrekord. Ich bin super stolz auf jeden Einzelnen. Und ich bin froh, Teil des Events gewesen zu sein“, schwärmte Klopp.

Fast die Hälfte der Zuschauer im Prinzenpark-Stadion trug Schwarzgelb. Und das bei einem Auswärtsspiel. Alles erinnerte an ein Pokalfinale oder ein Europapokal-Endspiel. Die Anreise zum Stadion war dabei beschwerlich: Die Fans wurden weit vor dem Prinzenpark intensiv durchsucht: Die französische Polizei hatte mehrere dichte Sicherheitsringe um das Stadion gezogen und einige hundert Beamte und einen Wasserwerfer aufgeboten. Das Fahrzeug wurde zum beliebten Fotomotiv der BVB-Fans.

Im Stadion waren die Borussia-Fangesänge 90 Minuten lang unüberhörbar. „Unglaublich, Gänsehaut pur. Danke dafür“, sagte Kevin Großkreutz, der gegen St. Germain nach der Pause den angeschlagenen Lukasz Piszczek als Außenverteidiger ersetzte. Dort könnte Großkreutz auch am Sonntag in Hannover spielen. „Lukasz hat was Muskuläres. Wir müssen mal schauen, wie sich das entwickelt“, sagte Jürgen Klopp.

Die vielen, vielen Fans sahen im Prinzenpark, in dem Paris St. Germain zum zwölften Mal in Serie in einem Europapokal-Spiel ohne Niederlage blieb, ein „0 zu 0 der besseren Sorte“, wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte. „Und wir haben alle Optionen, es ist noch alles möglich, wenn wir die beiden letzten Gruppenspiele gewinnen“, so Watzke weiter.

Der BVB-Boss haderte nachträglich mit der Auslosung: „Da hatten wir Pech. Unsere Gruppe in der Europa League ist doch besser als die Gruppen von Bayern München und Schalke 04 in der Champions League. Da muss man sich nichts vormachen.“

 
 

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