Borussia Dortmund: Ex-Coach Bosz packt über BVB-Zeit aus – „Ich war immer...“

Peter Bosz packt über seine Zeit bei Borussia Dortmund aus.
Peter Bosz packt über seine Zeit bei Borussia Dortmund aus.
Foto: imago images/Poolfoto

Nicht einmal ein halbes Jahr war Peter Bosz Trainer von Borussia Dortmund. Seine Amtszeit, die so überaus erfolgreich begann, nahm im Dezember 2017 ein jähes Ende. Nach neun Spielen ohne Sieg musste der Niederländer seine Sachen packen.

Mittlerweile ist Bosz in Leverkusen als Trainer tätig, führte die Werkself ins Pokalfinale gegen den FC Bayern München. Seine Zeit bei Borussia Dortmund beschäftigt ihn auch im Nachhinein noch.

Borussia Dortmund: Bosz interessiert sich nicht für die breite Masse

Das Engagement von Peter Bosz beim BVB hätte 2017 nicht erfolgreicher beginnen können. Nach neun Spieltagen und sechs Siegen lagen die Schwarzgelben auf Platz eins, dann folgte ein bis heute unerklärlicher Einsturz. Dortmund gelang nichts mehr, selbst eine 4:0-Führung gegen Erzrivalen Schalke 04 reichte nicht zum Sieg.

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Peter Bosz‘ Bilanz bei Borussia Dortmund:

  • 24 Pflichtspiele als BVB-Coach
  • 8 Siege stehen 6 Remis und 10 Niederlagen gegenüber
  • Gruppen-Aus in der Champions-League
  • Bundesliga-Tabellenführer nach neun Spieltagen
  • Anschließend Sieglosserie, die ihm den Job kostete

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Nach der 1:2 Niederlage gegen Werder Bremen war Bosz‘ Zeit endgültig abgelaufen. Im Interview mit der Deutschen Presseagentur erklärt der Übungsleiter nun, dass ihn sein Ende beim BVB bis heute beschäftigt.

„Ich habe mich natürlich auch selbst hinterfragt. Ich war immer selbstkritisch, als Spieler sogar zu sehr. Noch heute analysiere ich jedes Spiel vier, fünf Stunden lang und frage mich nicht nur, was die Spieler, sondern auch, was ich hätte anders machen können“, erklärt Bosz.

Kritik an seinem Spielstil und seinen Trainingsmethoden will der 56-Jährige hingegen nicht gelten lassen. „Ganz ehrlich: Die Meinung der breiten Masse beeinflusst mich nicht in meinem Handeln. Wir waren mit Bayer 04 in der vergangenen Saison die laufstärkste Mannschaft. Meine Mannschaften hatten immer eine gute Kondition“, wehrt er sich angesprochen auf sein angeblich zu lasches Training.

Auch den Vorwurf, sein Spielstil sei zu eindimensional, weist er zurück. „In Dortmund hieß es, ich hätte nur ein System und würde zu stur an meiner Spielweise festhalten. Christoph Daum dagegen – mit dem ich mich schon mal ausgetauscht habe – hat mir gesagt: ‚Als du begonnen hast, mit Fünferkette zu spielen, wusste ich, dass es nicht gut gehen kann. Das war nicht mehr Peter Bosz.‘“

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Worauf er hinaus will, ist, dass es immer mehrere Meinungen zu solchen Themen geben würde und man es nie allen Rech machen könne.

Dortmund erreicht ohne Bosz die Champions League

Nach seinem Aus beim BVB übernahm Peter Stöger den Trainerposten bei Borussia Dortmund. Die Schwarzgelben quälten sich damals mehr schlecht als Recht in die Königklasse verspielten am letzten Spieltag sogar noch leichtfertig Platz drei.

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Bosz hingegen nahm sich eine einjährige Auszeit, bis er 2018 unter dem Bayer-Kreuz anheuerte. Im Pokalfinale gegen den FC Bayern München verpasste Bosz knapp seinen ersten Titel als Trainer in Deutschland. (mh)

 
 

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