Borussia Dortmund drohen empfindliche Strafen

BVB-Trainer Jürgen Klopp diskutierte nach dem Spiel der Dortmunder in Leverkusen mit Schiedsrichter Wolfgang  Stark. Foto: Martin Rose/Getty Images
BVB-Trainer Jürgen Klopp diskutierte nach dem Spiel der Dortmunder in Leverkusen mit Schiedsrichter Wolfgang Stark. Foto: Martin Rose/Getty Images
Das 0:0 des BVB bei Bayer Leverkusen lieferte mit vielen strittigen Szenen reichlich Gesprächsstoff. Schiedsrichter Wolfgang Stark äußerte sich nach dem Spiel zu den Ereignissen. Er wird in den Fällen Götze, Buvac und Kehl Sonderberichte anfertigen.

Leverkusen. Es gab zwar keine Tore, aber trotzdem reichlich Gesprächsstoff nach dem 0:0 von Borussia Dortmund bei Bayer Leverkusen. Im Mittelpunkt stand der deutsche Fifa- und WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark, der sich nach Abpfiff zu den Ereignissen äußerte.

Erste Streitszene: Mats Hummels im Zweikampf und mit langem Bein gegen den enteilenden Renato Augusto: Stark pfeift, gibt dem bereits verwarnten Hummels aber nicht die Gelb-Rote Karte. Stark: „Auf dem Platz war das für mich gar kein Thema. Die TV-Bilder zeigen, dass ich ihn abermals hätte verwarnen müssen.“

Der umstrittene Zweikampf zwischen Mario Götze und Hanno Balitsch. Balitsch: „Ein normaler Zweikampf. Ich habe den Schiedsrichter gefragt, was er gepfiffen hat. Der Platzverweis hat mich überrascht.“ Jürgen Klopp bei Sky: „Der Platzverweis war nicht berechtigt. Sie verharken, sie verheddern sich. Beide Beine gehen hoch. Das sieht für Menschen, die nie Fußball gespielt haben, wie ein Nachtreten aus.“ Robin Dutt hielt sich in der Bewertung zurück: „Das will ich nicht bewerten.“ Wolfgang Stark: „Eine Tätlichkeit, er versucht nachzutreten.“ Der Schiedsrichter hatte zudem noch ein Spucken „in Richtung Gegenspieler“ gesehen.

Stark schickt dann BVB-Co-Trainer Zeljko Buvac in die Kabine. „Er wurde vorher mehrfach verwarnt.“ Jürgen Klopp: „Zeljko hat nach einer Aktion gegen Ivan Perisic zu Michael Zorc auf der Bank „Taktisches Foul“ gesagt. Nur etwas lauter. Der vierte Offizielle, Markus Schmidt, war schon nervös. Dann kam der Verweis.“ Buvac musste gehen und motzte in der Mixez-Zone erst richtig los.

Dadurch verpasste er die letzte Streit-Szene. Die Einwechslung von Sebastian Kehl kurz vor Abpfiff verzögerte sich. Der entrüstete BVB-Kapitän schob an der Seitenlinie den vierten Offiziellen Markus Schmidt weg. Schiedsrichter Wolfgang Stark wird, wie beim Rot-Foul von Michal Kadlec gegen Mario Götze sowie in den Fällen Götze, Buvac und Kehl Sonderberichte anfertigen. Dem BVB drohen empfindliche Strafen.

 
 

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