Dortmund

BVB-Knall! Ultras lösen sich auf – dahinter stecken diese knallharten Gründe

Beim BVB hat sich eine der drei Ultra-Gruppen aufgelöst.
Beim BVB hat sich eine der drei Ultra-Gruppen aufgelöst.
Foto: imago images / Revierfoto

Dortmund. Wird darunter die Stimmung auf der legendärenm Südtribüne leiden? Eine Fan-Gruppe beim BVB wird auch nach dem Corona-Lockdown nicht ins Stadion zurückkehren.

Die „Jubos“, eine der drei Ultra-Gruppen bei Borussia Dortmund, hat sich nach 15 Jahren aufgelöst. Das berichten die „Ruhr Nachrichten“ unter Berufung auf gut informierte Fankreise.

Borussia Dortmund: Ultras „Jubos“ haben sich aufgelöst

Beschlossen wurde die Auflösung bereits im Frühsommer, während des Liga-Lockdowns aufgrund der ersten Corona-Welle. Die Jubos gaben das Aus ihrer Organisation damals aber nur in der Szene bekannt.

Die kleinste der drei UItra-Gruppen beim BVB zählte zuletzt knapp 60 Mitglieder. Der Hauptgrund für die Auflösung: Nach jahrelangem Kampf für Interessen und Freiheiten der Fanszene und gegen die sich immer heftiger drehende Spirale der Kommerzialisierung im Profi-Fußball waren die Jubos müde geworden.

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Vor allem die Entwicklung des eigenen Vereins, der sich in der Kommerzialisierungs-Spirale immer weiter von den eigenen Fans entferne, sei ein Grund für den Schlussstrich gewesen.

Aber auch interne Unstimmigkeiten sollen ein Grund sein. Nur ein kleiner Teil machte die Hauptarbeit der Gruppe, im Laufe der Jahre hatten sich bei vielen Mitgliedern (auch aus oben genannten Gründen) die Prioritäten verschoben, der benötigte Generationenwechsel kam nicht zustande.

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„Sie hatten einfach keinen Bock mehr“

Ausschlaggebend waren laut „Ruhr Nachrichten“ die Geschehnisse aus der Nacht auf den 5. Februar. Damals waren Teile der Jubos nach der Rückreise vom Pokalspiel in Bremen (2:3) von 30 bis 40 Schalke-Ultras angegriffen worden (>> hier die Details).

Razzien, Festnahmen und Anklagen waren die Folgen – vor allem aber die Erkenntnis der Jubos: Sie hegten keine Revanchegelüste mehr gegen den königsblauen Erzrivalen. „Sie hatten einfach keinen Bock mehr“, zitieren die „RN“ einen Insider.

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The Unity und Desperados bleiben

Auf der Südtribüne bleiben mit „The Unity“ und „Desperados“ zwei Ultragruppen übrig. Die Unity, mit 250 Mitgliedern die mit Abstand größte Gruppierung, stellt auf der „Gelben Wand“ die Vorsänger und ist maßgeblich für die Koordination der Unterstützung verantwortlich.

Im November werden nun aber nicht nur die Jubos, sondern alle Fans im Westfalenstadion fehlen. Wie Bund und Länder beschlossen haben, sind für den gesamten Monat aus Pandemie-Gründen keine Zuschauer in der Bundesliga erlaubt. Alles zu den neusten Entwicklungen in Sachen Corona hier >> (red)

 
 

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