Dortmund

Borussia Dortmund und Co. sollen mehr Geld für Spieler ausgeben – kuriose Forderung von Sportdirektor

Borussia Dortmund und Sportdirektor Michael Zorc sollen mehr Geld für Spieler ausgeben, meint Frankfurts Sportchef Bruno Hübner.
Borussia Dortmund und Sportdirektor Michael Zorc sollen mehr Geld für Spieler ausgeben, meint Frankfurts Sportchef Bruno Hübner.
Foto: imago/DeFodi

Dortmund. Erstaunliche Forderungen von Bruno Hübner: Der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt fordert von deutschen Spitzenclubs wie dem FC Bayern oder Borussia Dortmund, dass sie mehr Geld für Spieler ausgeben sollen.

„Wir müssen aufpassen, da die Gefahr besteht, dass die ganzen Stars und guten Spieler aus der Bundesliga weggeholt werden. Da sind in erster Linie die starken Vereine gefordert wie Bayern oder Borussia Dortmund, dass auch wieder investiert wird“, sagte Hübner in der Sendung „100% Bundesliga“ bei RTL Nitro.

Hübner: „Borussia Dortmund und FC Bayern sollen mehr ausgeben“

Der 57-Jährige bezog sich auf die finanzstarke Premier League, deren Vereine mit dem Geld nur so um sich werfen. Die Ablösesummen und Gehältern, die englische Vereine zahlen, seien laut Hübner „Wahnsinn“.

Hübner weiter: „Wir müssen gucken, dass die Qualität in der Bundesliga erhalten bleibt. Ich glaube, da sind sich auch alle Vereine und Verantwortlichen einig, dass sie dagegenhalten müssen.“

Englische Clubs kassieren saftige Einnahmen

Dank eines schwindelerregenden Milliardenvertrags kassieren englische Vereine enorme TV-Einnahmen. Die Folge: Bei den englischen Topclubs gehören Ablösesummen jenseits der 50-Millionen-Euro-Marke zum Alltag.

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Der Wechsel von Abdou Diallo von Mainz zu Borussia Dortmund ist in Bezug auf die Höhe der Ablöse in diesem Sommer bisher der Top-Transfer der Bundesliga. Für 28 Millionen Euro kommt der Verteidiger von den Rheinhessen zum BVB. In der Premier League gab es in dieser von Anfang Juli bis jetzt 13 Transfers mit höheren Ablösesummen.

Premier-League-Aufsteiger werfen mit dem Geld um sich

Noch viel erschreckender ist der Vergleich der Transferausgaben englischer Aufsteiger mit den Ausgaben deutscher Erstliga-Aufsteiger. So zahlte der FC Fulham in diesem Sommer 109 Millionen Euro für neue Spieler – bei Transfereinnahmen von gerade mal 4,5 Millionen Euro. Auch die Wolverhampton Wanderers (Ausgaben: 72 Mio. / Einnahmen: 19 Mio.) und Cardiff City (Ausgaben: 30 Mio. / Einnahmen: -) griffen tief in die Taschen.

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Bei den beiden deutschen Aufsteigern sieht das hingegen deutlich anders aus. Fortuna Düsseldorf gab 6 Millionen Euro für neue Spieler aus, der 1. FC Nürnberg gerade mal 700.000 Euro.

Forderungen kommen überraschend

Die Warnungen von Bruno Hübner wirken daher nicht ganz unberechtigt. Während Borussia Dortmund in diesem Sommer auf dem Transfermarkt durchaus aktiv war (sieben Spieler kamen für Ablösen von insgesamt 73 Mio.), hielt der FC Bayern sich erstaunlich zurück. Leon Goretzka kam ablösefrei vom FC Schalke 04. Nachwuchstalent Alphonso Davies kam für 10 Millionen Euro aus Vancouver. Das war's. Mit dem großen Wettbieten um die Superstars wollten oder konnten die Münchner nicht mitmachen.

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Dennoch kommen Hübners Forderungen überraschend. Schließlich sind es meist Verantwortliche „kleinerer“ Vereine, die sich aufregen, wenn Bayern und Co. ihnen die Leistungsträger wegkaufen.

 
 

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