Dortmund

Borussia Dortmund: BVB-Trainer Lucien Favre lässt vor Leverkusen-Spiel mächtig Dampf ab: „Das ist unglaublich!“

Foto: imago

Dortmund. Vor dem Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen hat sich Lucien Favre am ordentlich in Rage geredet.

Erst plätscherte die Pressekonferenz am Freitag so dahin. Die Stimmung im Team sei gut, optimistisch vor dem anstehenden Spiel sei man immer, auch wenn der Respekt vor dem Gegner hoch sei. Doch dann lockte die letzte Frage den Trainer von Borussia Dortmund gehörig aus der Reserve.

Borussia-Dortmund-Trainer Lucien Favre: „Das geht nicht!“

Dabei ging es um das Aufreger-Thema des letzten Wochenendes: Handelfmeter nach Videobeweis, ja oder nein?

Lucien Favre atmete zunächst durch. Dann brach es aus ihm raus. Er verstehe nicht mehr, auf welcher Grundlage Schiedsrichter Handspiele ahnden. „Die Interpretation ist sehr, sehr schwer“, so der Schweizer.

Er beschrieb eine Szene aus einem Spiel, in dem ein grätschender Verteidiger im Strafraum aus kurzer Distanz am Oberarm getroffen worden war: „Er kann das nicht vermeiden und es ist Penalty. Ich als Fußballer sage: Das geht nicht“, schimpfte der Trainer von Borussia Dortmund und fragt: „Willst du ihm den Arm abschneiden?“

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Es sei nicht tragbar, dass Verteidiger aus Angst vor einem Strafstoß ihre Hände im Zweikampf nur noch hinter dem Rücken verschränken können.

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Wie solle ein Spieler dann noch die Balance halten? „Diese Sache ist für mich unglaublich!“, so Favre. Für die Verhältnisse des sonst so besonnenen Schweizers ein wahrer Gefühlsausbruch.

Michael Zorc: „Das versteht keiner mehr“

Michael Zorc pflichtete seinem Trainer bei: „Keiner weiß so richtig: Wann wird gepfiffen? Wann greift einer ein?“, so der BVB-Sportdirektor.

Er habe das Gefühl, dass die Regel Woche für Woche anders ausgelegt wird. „Das versteht keiner mehr. Ich zumindest nicht. Aber vielleicht gibt’s Schlauere als mich“, orakelte Zorc.

Er appelliert an die Fußballverbände und fordert eine Vereinfachung der Regel, damit die Entscheidungen zukünftig nachvollziehbarer werden.

Videobeweis-Ärger in der Champions League

Nicht nur in der Bundesliga gibt es Videobeweis-Ärger. Unter der Woche sorgte auf Schalke ein Handelfmeter für mächtig Aufregung.

Fast fünf Minuten dauerte es, bis das Schiedsrichter-Gespann eine Entscheidung getroffen hatte. Mehr dazu liest du hier >>>

 
 

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