Borussia Dortmund: Diese beiden Fragen muss der BVB sich nach der Tottenham-Schmach gefallen lassen

Borussia Dortmund und Lucien Favre gingen am Mittwochabend bei Tottenham Hotspur unter.
Borussia Dortmund und Lucien Favre gingen am Mittwochabend bei Tottenham Hotspur unter.
Foto: imago/Moritz Müller

London. Am Mittwoch erlebte Borussia Dortmund eine Europapokalnacht zum Vergessen.

Bei Tottenham Hotspur verlor Borussia Dortmund 0:3. Heung-min Son (47.), Jan Vertonghen (83.) und Fernando Llorente (86.) besiegelten das BVB-Debakel.

Borussia Dortmund in Champions League vor Aus

Dass Borussia Dortmund in der Champions League nun unmittelbar vor dem Aus steht, daran ist der BVB selbst schuld. Denn die Leistung der Mannschaft von Trainer Lucien Favre in der zweiten Halbzeit hatte mit Königsklassen-Niveau wenig zu tun.

Was der BVB nach der Pause ablieferte, machte die Fans – und sogar manch einen Spieler – ganz schön sprachlos. Schließlich lief es in der ersten Hälfte doch noch so rund. Der BVB verteidigte bissig und konsequent, und im Vorwärtsgang drängten Jadon Sancho und Co. mutig nach vorne.

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Nach Wiederanpfiff dann ein völlig anderes Bild: Borussia Dortmund wirkte mutlos und müde. Tottenham ackerte den BVB in Grund und Boden.

Warum war Tottenham so viel frischer als der BVB?

Und dieses Bild verwunderte. Denn die Londoner absolvierten in der Partie gegen Dortmund ihr 14. Pflichtspiel in den vergangenen 53 Tagen. Im gleichen Zeitraum hatte der BVB nicht mal halb so viele Spiele (nur sechs).

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Während die Borussia sich in der vierwöchigen Bundesliga-Winterpause ausruhen konnte, mussten die Spurs in Premier League, FA-Cup und Ligapokal ran. Eine Frage, die der BVB sich nun gefallen lassen muss: Wie kann es sein, dass Tottenham in der zweiten Hälfte so viel frischer wirkte als die Favre-Elf?

Wo blieb die Schlussoffensive?

Ebenfalls auffällig: Während der BVB es bis etwa zur 70. Minute immerhin noch versuchte nach vorne zu spielen – wenn auch erfolglos, stellte die Borussia ihre Angriffsbemühungen in der Schlussphase nahezu komplett ein. Es wirkte, als wären die Dortmunder mit dem 0:1 zufrieden und glaubten, die Niederlage mit einem Tor Rückstand ließe sich im Rückspiel vor heimischer Kulisse schon noch drehen.

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Dabei ist eine 0:1-Pleite im Auswärtsspiel ein äußerst gefährliches Ergebnis. Wenn Tottenham 1:0 gewonnen und im Rückspiel in Dortmund nur ein einziges weiteres Tor erzielt hätte, hätte der BVB schon drei Treffer erzielen müssen, um weiterzukommen.

Eine andere Frage, die sich also unweigerlich stellt: Warum schien es, dass der BVB in der Schlussphase das ungünstige 0:1 eher verwaltete als auf den wichtigen Auswärtstreffer zu spielen?

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Nach der furiosen Hinrunde gerät der BVB in der Rückrunde nun in eine schwierige Phase. Und die Pleite in London am Mittwochabend hat die Wogen nach dem bitteren Pokal-Aus gegen Bremen und dem unglaublichen 3:3 nach 3:0-Führung gegen Hoffenheim gewiss nicht geglättet.

 
 

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