Dortmund

Borussia Dortmund: BVB-Star Marco Reus über seine Situation: „Ich hatte die Schnauze voll!“

Marco Reus will in der Rückrunde wieder durchstarten beim BVB.
Marco Reus will in der Rückrunde wieder durchstarten beim BVB.
Foto: imago/Jan Huebner

Dortmund. Marco Reus geht derzeit durch ein tiefes Tal. Im Pokalfinale gegen Frankfurt (2:1) zog der BVB-Star sich einen Kreuzbandriss zu, der ihm viel Leid beschert.

„Das war und ist schon eine harte Zeit, da es keine normale Verletzung ist“, sagte Reus dem Magazin „GQ“ und fügte hinzu: „Man fällt sechs oder sieben Monate aus und weiß, dass man die Heilung nicht beschleunigen kann.“

Reus: „Hatte die Schnauze voll“

Was den 28-Jährigen so fertigmacht: „Die Operation ist jetzt vier Monate her, und zwischendurch hat man einfach einen Hänger, weil in der Phase, in der ich jetzt gerade bin, die Fortschritte sich im Rahmen halten. Ich habe immer den gleichen Alltag und teilweise das Gefühl, irgendwie nicht vorwärtszukommen.“

Reus weiter: „Ich hatte nach drei Wochen auch mal richtig die Schnauze voll, weil es klar ist, dass du auch nach zwölf oder 16 Wochen immer noch nicht richtig laufen kannst. Du kannst nur gehen, du hast die Schiene am Knie. Du wirst mental brutal getestet, weil du immer allein arbeiten musst.“

„Es flossen Tränen“

Nach der Diagnose konnte der Offensiv-Star seine Emotionen nicht verbergen. „Als ich in der Halbzeitpause des DFB-Pokalfinals ausgewechselt wurde, da sind schon Tränen geflossen, weil es einfach so bitter war. Und zwei, drei Tage später, als ich alles Revue passieren ließ, kamen die Tränen noch einmal“, so Reus.

Der BVB-Profi fügte hinzu: „Wir Topspieler verdienen viel Geld, dafür müssen wir teilweise einen hohen gesundheitlichen Preis akzeptieren. Es kommt mir aber nicht nur auf das Geld, sondern vielmehr auf die Gesundheit an. Jetzt werden einige sagen, der verdient doch so viel Geld, aber in dem Moment ist dir das egal. Das ganze Geld würde ich verschenken, um gesund zu sein, um meinen Job ausführen zu dürfen. Für das, was ich liebe: Fußball zu spielen!“

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„Letzte Möglichkeit, was anderes auszuprobieren“

Außerdem sprach Reus über die Zeit nach seinem Vertragsende 2019. „Es gibt schon international vier, fünf Vereine, die mich reizen – das ist doch klar. Am 31. Mai 2019 werde ich 30 Jahre alt. Das wäre dann mein letzter großer Vertrag und meine letzte Möglichkeit, noch einmal etwas anderes auszuprobieren.“

Reus weiter: „Ich finde, ich muss so ehrlich und fair sein – und sagen, dass ich jetzt noch nicht weiß, wohin es mich verschlägt. Im Moment fühle ich mich in Dortmund total wohl. Ich mache mir über die Zeit ab 2019 auch noch keine Gedanken. Aber der Zeitpunkt wird natürlich kommen, und dann werde ich für mich ganz in Ruhe eine Entscheidung treffen.“

(dhe)

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