Dortmund

Borussia Dortmund: Plötzlich hat der BVB einen ganzen Haufen von Problemen

Die denkwürdigsten Revierderbys der letzten 20 Jahre

Wenn der FC Schalke 04 und Borussia Dortmund aufeinandertreffen kochen die Emotionen im Ruhrgebiet hoch. Das waren die denkwürdigsten Derbys der vergangenen 20 Jahre.

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Dortmund. Vielen Fans von Borussia Dortmund ist vor dem Revierderby plötzlich mulmig. Innerhalb weniger Tage hat sich beim BVB ein ganzer Haufen von Problemen aufgetürmt.

Nach dem 1:0-Arbeitssieg schien bei Borussia Dortmund noch alles in Butter. Sieben Tage später blickt man selbst als haushoher Favorit mit leichten Bauchschmerzen auf das Spiel des Jahres gegen Schalke 04.

Sorgen um Emre Can

Die jüngste Hiobsbotschaft: Die Corona-Infektion von Emre Can. Manche ärgern sich über den Ausfall des Nationalspielers – zurecht. Viel schlimmer aber: Ein Mensch hat sich mit einem gefährlichen Virus angesteckt. Auch wenn Profi-Fußballer beileibe nicht zur Risikogruppe gehören, schwingen Ängste um einen schweren Verlauf der Krankheit mit. Auch DER WESTEN wünscht deshalb: Gute Besserung, Emre!

Sorgen um die Abwehr

Doch auch sportlich ist der Ausfall von Emre Can ein Problem. Im Gegensatz zur letzten Saison erhielt die BVB-Abwehr in der jungen Saison bereits viel Lob. Dann kam das Rom-Spiel. Wegen dessen Rotsperre aus dem Paris-Spiel stand Can erstmals nicht auf dem Platz – und die schwarzgelbe Defensive präsentierte sich desolat. Cans Fehlen war dabei sicher nur ein Mosaikstein. Dass der 26-Jährige nun aber womöglich zwei, drei oder gar vier Spiele fehlt, stellt die dezimierte BVB-Abwehr vor Probleme.

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Sorgen vor dem Liga-Lockdown

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt rasant und auch in der Bundesliga häufen sich die Fälle. Bayern, Bremen, Köln, Hertha, Hoffenheim… viele Klubs waren oder sind betroffen. Bei Borussia Dortmund erwischte es erst Manuel Akanji, dann eine Person aus dem Funktionsteam der U23 und nun Emre Can. Bei dieser Entwicklung droht eine erneute Unterbrechung der Bundesliga – angesichts des schon jetzt randvollen Terminkalenders und der anschließenden EM 2021 wäre das für Vereine und Verbände eine Katastrophe.

Das Rom-Desaster

In Hoffenheim spielte Borussia Dortmund nicht die Sterne vom Himmel, doch auch der Arbeitssieg machte glücklich. Ganz im Gegensatz zur Arbeitsverweigerung von Rom. Das 1:3 war nicht nur für die Champions-League-Ambitionen des BVB ein Schlag ins Kontor. Zur Unzeit, kurz vor dem Derby, erlitt auch das Selbstbewusstsein der Schwarzgelben einen derben Dämpfer – und lieferte Manuel Baum gleich mehrere Ansätze, wie seine Schalker den BVB im Derby (>> hier im Ticker) ärgern könnten.

Die Torwart-Diskussion

Plötzlich wird in Dortmund die T-Frage gestellt. Unnötigerweise hat Trainer Lucien Favre bei all den obigen Problemen mit einer Torwart-Diskussion ein weiteres Fass aufgemacht. Roman Bürkis Stammplatz stand nie zur Debatte, nun steht plötzlich Marwin Hitz im Tor. Eine richtige Erklärung dafür lieferte der BVB-Coach bislang nicht – laut „Sportbuzzer“ auch nicht den beiden betroffenen Keepern. Ein äußerst ungünstiger Zeitpunkt für ein solches Experiment.

Die Trainer-Diskussion

Unweigerlich wird schon länger nach jeder BVB-Niederlage Trainer Lucien Favre von vielen in Frage gestellt. Die Offiziellen bleiben ruhig, wiederholen gebetsmühlenartig, dass sie zum Schweizer stehen. Das desolate Spiel in Rom war jedoch einmal mehr Wasser auf den Mühlen der Favre-Kritiker – und noch immer sitzt der Coach auf einem auslaufenden Vertrag. Eine Verlängerung mit Favre würde für Ruhe sorgen, doch Watzke, Zorc und Co. zögern. Eine weitere Baustelle.

 
 

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