Dortmund

Borussia Dortmund: Klare Ansage! BVB hat diese dringende Bitte an die Polizei

In der 30. Minute des Spiels zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund stürmte die Polizei plötzlich den BVB-Block.
In der 30. Minute des Spiels zwischen Union Berlin und Borussia Dortmund stürmte die Polizei plötzlich den BVB-Block.
Foto: imago images / Matthias Koch

Dortmund. Als wäre die 1:3-Pleite bei Union Berlin für Borussia Dortmund nicht schon bitter genug gewesen, überschatteten hässliche Szenen im Gästeblock das Spielgeschehen.

Nun bezog Borussia Dortmund Stellung zu den Vorkommnissen – und zwar mit einer klaren Ansage. Der BVB richtete dabei eine deutliche Bitte an die Polizei.

Borussia Dortmund mit Bitte an die Polizei

Das war passiert: In der 30. Minute spazierten Fans von Union Berlin über dem Dach des Gästeblocks. Sie hatten zuvor vom Dach der Heimtribüne ein großes Choreo-Banner ausgebreitet und wollten wieder runter vom Dach. Berliner Fans behaupteten, sie hätten einzig an der Gästetribüne das Dach verlassen können.

Einige Anhänger der aktiven Dortmunder Fanszene empfanden es als Provokation, als die Berliner Fans über dem Gästeblock entlang gingen. Daraufhin verwehrten manche BVB-Fans den Berlinern den Weg runter vom Dach.

Polizei stürmte den Block

Rund hundert Berliner Fans auf der Heimtribüne bekamen mit, was sich dort abspielte und machten sich über den Stadionumlauf auf dem Weg Richtung Gästeblock. Für diese Berliner Fans war an der Trennwand zum Gästeblock Schluss. Dort randalierten sie für kurze Zeit, ehe die Polizei den Gästeblock mit einer Hundertschaft stürmte.

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Die Beamten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Es entstand umgehend eine riesige Panik. Auch Unbeteiligte wurden dabei verletzt, darunter auch Frauen und Kinder.

BVB sprach mit Fans und Mitarbeitern

„Borussia Dortmund hat die Aufarbeitung der Vorkommnisse im Gästefanblock rund um das Auswärtsspiel bei Union Berlin vom 31. August abgeschlossen“, teilte der BVB am Montagabend mit: „Nach intensiven Gesprächen mit Fans, Mitarbeitern und weiteren Augenzeugen wünscht sich der BVB auch von der Berliner Polizei eine kritische Analyse.“

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Der BVB kam bei seiner Auswertung des Geschehens zu der Meinung: „Statt durch bloße Präsenz deeskalierend zu wirken, als rund 100 Union-Anhänger aufgrund einer stabilen Zaunanlage vergeblich versuchten, sich Zugang zum Gäste-Fanblock zu verschaffen, setzte die Polizei direkt Reizgas ein und löste panische Reaktionen aus. Aus Sicht des BVB erfolgte der Reizgas-Einsatz aus nicht nachvollziehbaren Gründen und z.T. von Positionen, die es nicht erlaubten, die wenigen gewaltbereiten Fans vom Gros der Unbeteiligten zu separieren.“

Weiter heißt es in der Mitteilung: „Viele friedliche Fans, unter ihnen Eltern mit Kindern, wurden in den hinteren Reihen durch Reizgas verletzt. Die Polizei spricht auf Anfrage des BVB von 99 Hilfeleistungen des Sanitäts-/Rettungsdienstes im Umfeld der Partie.“

BVB fordert kritische Aufarbeitung

Was Borussia Dortmund besonders ärgert: „BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich.“

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Eines wollte der BVB jedoch unmissverständlich klarstellen: „Borussia Dortmund toleriert keine Fan-Gewalt, auch keine reaktive. Nachweislich gewalttätige Fans grenzen wir aus.“

Der BVB wünscht sich nun „von der Polizei eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen – aus unserer Sicht nicht schlüssigen – Strategie. Damit sich Szenen wie die vom 31. August nicht wiederholen.“ (dhe)

 
 

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