Borussia Dortmund: Ex-BVB-Stürmer Aubameyang am Boden – das hatte er sich SO nicht vorgestellt

Pierre-Emerick Aubameyang ging einst für Borussia Dortmund auf Torejagd. Nun spielt der ehemalige Stürmer des BVB für den FC Arsenal.
Pierre-Emerick Aubameyang ging einst für Borussia Dortmund auf Torejagd. Nun spielt der ehemalige Stürmer des BVB für den FC Arsenal.
Foto: imago images / ZUMA Press

Einen ehemaligen Spieler von Borussia Dortmund schmerzte die bittere 1:4-Pleite des FC Arsenal im Europa-League-Finale gegen den FC Chelsea besonders: Pierre-Emerick Aubameyang.

Der Stürmerstar war im Januar 2018 vom BVB zu Arsenal gewechselt. Bei den „Gunners“ wollte Aubameyang nicht nur ein paar Euro mehr verdienen. Der Gabuner wollte nach fünf erfolgreichen Spielzeiten bei Borussia Dortmund auch den nächsten Schritt in seiner Fußballer-Karriere machen.

Vom BVB zu Arsenal: Hat es sich für Aubameyang gelohnt?

Nach eineinhalb Jahren bei Arsenal stellt sich für Aubameyang jedoch die Frage: Hat der Wechsel von Borussia Dortmund zu den Londonern sich wirklich gelohnt?

Wir nehmen die 16 bisherigen Aubameyang-Monate bei Arsenal unter die Lupe.

Champions League

Für einen Spieler, der seinen Namen als Top-Marke im weltweiten Spitzenfußball etablieren will, ist die Teilnahme an der Königsklasse unabdingbar. In seinen fünf Saisons bei Borussia Dortmund spielte Aubameyang vier Saisons in der Champions League. Dort konnte er sich im Konzert der besten Clubs der Welt auf der ganz großen Bühne präsentieren.

Das sieht bei Arsenal anders aus. Zum dritten Mal in Folge starten die „Gunners“ in der Europa League. Statt Barcelona, Juventus oder PSG hießen die Gegner für Arsenal in der Europa League in dieser Saison unter anderem Vorskla Poltava, Qarabag Agdam oder Bate Borisov.

+++ Borussia Dortmund: Anwälte der verurteilten BVB-Fans verstehen die Welt nicht mehr: „Ein Verfahren, das seinesgleichen sucht“ +++

Genau deswegen schmerzte Aubameyang die Niederlage im Europa-League-Finale so sehr. Mit einem Sieg hätte Arsenal trotz Platz 5 in der Liga doch noch die Qualifikation für die Königsklasse geschafft. Nach der 1:4-Klatsche bleibt Arsenal jedoch erneut nur der "Cup der Verlierer".

Titel

Auch in Bezug auf mögliche Titelgewinne scheint Aubameyangs Wechsel zu Arsenal kein Schritt nach vorne gewesen zu sein. Beim BVB hatte er zwar auch nicht einen Pokal nach dem anderen küssen dürfen. Aber die Wahrscheinlichkeit auf einen Titel war für Aubameyang in Dortmund definitiv keine geringere.

Mit Borussia Dortmund stand Aubameyang vier Mal im Endspiel des DFB-Pokals. 2017 gewann er sogar eines davon. Bei Arsenal erreichte er in seiner zweiten Saison sein erstes Endspiel, das die Londoner am Mittwochabend gegen Chelsea 1:4 verloren.

+++ Jogi Löw im Krankenhaus – so geht's dem Bundestrainer +++

Es scheint, als wäre der nationale Pokalwettbewerb die einzige große Titelchance für Arsenal. Denn vom Gewinn der Meisterschaft sind die „Gunners“ noch weiter entfernt als es der BVB in den Jahren war, als Aubameyang noch in Dortmund spielte. Und während die Borussia wieder zu einem ernsten Herausforderer für die Bayern wird, betrug der Abstand des FC Arsenal auf den Meister in den beiden zurückliegenden Spielzeiten 28 bzw. 37 Punkte.

Tore

Was man Aubameyang lassen muss: Auch bei Arsenal trifft der Angreifer wie am Fließband. In 65 Pflichtspielen erzielte „Auba“ 41 Treffer für den Club aus dem Norden Londons.

+++ Borussia Dortmund nimmt BVB-Fans die Dauerkarten weg – das ist der Grund +++

In dieser Saison teilte Aubameyang sich mit 22 Treffern in der Premier League die Torjägerkanone mit den Liverpool-Superstars Mo Salah und Sadio Mané. In Bezug auf seine Torgefahr war der Wechsel zu Arsenal für den Gabuner also keineswegs ein Rückschritt.

Fazit

Aubameyang hat seine individuelle Klasse zwar behalten. Allerdings spielt der Stürmer in einem Team, das ihm nicht die Möglichkeiten bietet, sich auf Augenhöhe mit den ganz Großen zu messen.

Es scheint, als wäre es für Aubameyangs Karriere besser gewesen, wenn er noch eine oder zwei Saisons beim BVB geblieben wäre. Dort hätte er sich auf Champions-League-Ebene für einen Wechsel zu einem der ganz großen Clubs in Europa empfehlen können.

 
 

EURE FAVORITEN