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Borussia Dortmund: Neymar-Wechsel vor Abschluss – warum der Transfer große Auswirkungen auf den BVB haben kann

Ein Wechsel von Neymar zum FC Barcelona könnte große Auswirkungen auf Borussia Dortmund haben.
Ein Wechsel von Neymar zum FC Barcelona könnte große Auswirkungen auf Borussia Dortmund haben.
Foto: imago images / PanoramiC

Dortmund. Manchmal kommt das Beste kurz vor Schluss. In diesem Fall der teuerste Wechsel kurz vor Ende der Transferperiode. Und der Deal könnte enorme Auswirkungen auf Borussia Dortmund haben – aus zwei verschiedenen Gründen. Aber eins nach dem anderen.

Es geht um Neymar. Der Brasilianer will von Paris Saint-Germain zum FC Barcelona zurückkehren, und auch die Katalanen sind an einer Rückhol-Aktion mehr als interessiert. Am heutigen Dienstag reisten Barca-Verantwortliche daher in die französische Hauptstadt, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen. Auch Borussia Dortmund wird ganz genau hinschauen.

Borussia Dortmund: Kommt ein Geldregen?

Barca will Neymar für diese Saison zunächst nur ausleihen, weil die Katalanen in diesem Sommer bereits 255 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben haben und bei einem Neymar-Kauf gegen das Financial Fairplay verstoßen würden. Das Leihgeschäft soll zudem eine Kaufpflicht für den kommenden Sommer enthalten. Diese soll bei 140 bis 170 Millionen Euro liegen.

Spanischen Medienberichten zufolge will Barca den Franzosen im Tausch einen Spieler anbieten. Dabei ist immer wieder von Ousmane Dembélé die Rede. Wenn Neymar zu Barcelona zurückkehren würde, bliebe Dembélé hinter dem Brasilianer, Antoine Griezmann oder Lionel Messi ohnehin wohl meist nur der Platz auf der Bank.

Sollte Barca tatsächlich Dembélé an PSG verkaufen, würde auch der BVB kassieren. Denn als Borussia Dortmund den Franzosen vor zwei Jahren für 105 Millionen Euro an Barcelona verkauft hatte, ließen die Schwarzgelben sich weitere 40 Millionen Euro an Bonuszahlungen in den Vertrag schreiben.

Die Bonuszahlungen im Überblick:

  • Jeweils 5 Millionen Euro für den 25., 50., 75. und 100. Pflichtspieleinsatz von Dembélé bei Barca (bisher sind es 66)
  • Jeweils 5 Millionen Euro pro Champions-League-Qualifikation in Dembélés ersten beiden Saisons bei Barca (beide Saisons qualifiziert)
  • Jeweils 5 Millionen Euro im Falle von maximal zwei Champions-League-Titeln (bisher keiner)

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Heißt: 20 Millionen Euro hat Barca bereits an zusätzlichen Bonuszahlungen an den BVB abgedrückt. Wenn die Katalanen den Franzosen jetzt weiterverkaufen, werden auf einen Schlag weitere 17 Millionen Euro fällig, berichtet „Bild“. Diese Zahlung muss Barca leisten, weil Dembélé dann nicht mehr die Möglichkeit hätte, das Gesamtvolumen der Bonuszahlungen bei Barcelona auszuschöpfen.

Guerreiro zu PSG?

Die Rückkehr von Neymar zu Barca könnte auf den BVB aber noch eine andere Auswirkung haben. Hierbei steht Raphael Guerreiro im Mittelpunkt. Paris will den Flügelflitzer von Borussia Dortmund unbedingt verpflichten, berichtet „Bild“.

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Allerdings muss PSG im Hinblick auf das Financial Fairplay zunächst durch einen Verkauf genug Geld einnehmen. Sollte Neymar zu Barca wechseln, hätte der französische Meister den finanziellen Spielraum, um Guerreiro nach Paris zu holen. (dhe)

 
 

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