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Borussia Dortmund: Nach BVB-Wutausbruch – DAS sagt der Verband

Trotz des deutlichen Erfolgs war nicht alles heile Welt bei Borussia Dortmund.
Trotz des deutlichen Erfolgs war nicht alles heile Welt bei Borussia Dortmund.
Foto: imago images / Poolfoto

Dortmund. Trotz des souveränen Erfolgs von Borussia Dortmund in Paderborn, sorgte die Partie für einige Aufreger.

Der gegen Emre Can vergebene Elfmeter sorgte für Unverständnis im Lager von Borussia Dortmund. Jetzt äußert sich der Schiri-Boss des DFB zu dem vermeintlichen Handspiel.

Borussia Dortmund: Schiedsrichter-Wahrnehmung auf dem Platz entscheidend

Es war die 70. Minute zwischen Paderborn und dem BVB, als Emre Can im eigenen Strafraum den Ball an den Ellenbogen bekam. Can hatte noch versucht, sich wegzudrehen, den Arm so gut es ging angelegt. Doch es half nichts. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter – Paderborn traf zum 1:2 und durfte kurzzeitig hoffen.

Auch wenn die Entscheidung letztendlich keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels hatte: Bei den Dortmundern sorgte diese Szene für Aufregung, wenige Tage zuvor hatte es im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München eine vergleichbare Situation gegeben. Bayern-Verteidiger Jerome Boateng hatte einen Schuss von Erling Haaland im Torraum mit dem Ellenbogen abgewehrt – hier blieb der Pfiff des Unparteiischen aus.

Nun äußert sich DFB-Schiri-Boss Lutz Fröhlich zu den beiden Szenen. Bei „Bild“ gibt er zu: „Es hätte der gängigen Auslegung eher entsprochen, hätte es den Strafstoß beim Spiel Dortmund gegen Bayern gegeben, den bei Paderborn gegen den BVB dafür aber nicht.“

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Das ist Lutz Fröhlich:

  • Geboren am 2. Oktober 1957 in Berlin
  • Begann 1985 als Schiedsrichter
  • Gab 1991 sein Debüt in der Bundesliga
  • Pfiff genau 200 Spiele im Oberhaus, ehe er seine Karriere beendete
  • Seit 2016 Vorsitzender der Schiedsrichterkommission

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„Bei Can war der Arm sehr nah am Körper. Bei Boateng sieht man schon eher eine Bewegung in die Flugbahn des Balles“, erklärt Fröhlich weiter.

Gleichzeitig stellt der 62-Jährige aber auch klar: „Beide Fälle sind im Grenzbereich und es waren keine offensichtlichen und klaren Fehlentscheidungen.“

Boateng hatte sich in besagter Situation am Boden liegend aufgerafft und in den Ball geworfen. Dabei traf Dortmunds Stürmer ihn mit seinem Schuss am Ellenbogen, sodass dieser abgewehrt wurde.

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Keine Überprüfung durch den VAR

Beide Entscheidungen wurden am Ende nicht durch den Video-Assistenten überprüft. Neben der Tatsache, dass es sich nicht um klare Fehlentscheidungen handelte, führt der ehemalige Schiedsrichter ein weiteres Argument an.

Die Wahrnehmung der Schiedsrichter auf dem Platz müsse, laut Fröhlich, das entscheidende Kriterium bleiben. Andernfalls seien die Referees nur noch an den Monitoren, um zu überprüfen. Dies wolle man allerdings vermeiden.

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