Vor Spiel bei Borussia Dortmund: Julian Nagelsmann platzt der Kragen – ist der Ärger berechtigt?

Am Samstag ist 1899 Hoffenheim bei Borussia Dortmund zu Gast.
Am Samstag ist 1899 Hoffenheim bei Borussia Dortmund zu Gast.
Foto: imago/Sportfoto Rudel

Sinsheim. Auf der Pressekonferenz von 1899 Hoffenheim vor dem Spiel bei Borussia Dortmund platzte Julian Nagelsmann plötzlich der Kragen.

Den Ärger hatte der TSG-Coach sich vor der Partie bei Borussia Dortmund allerdings selbst eingebrockt. Es ging um Aussagen Nagelsmanns nach dem lahmen 1:1 gegen Düsseldorf am vergangenen Samstag.

Vor Spiel bei Borussia Dortmund: Nagelsmann wird deutlich

Nagelsmann hatte nach dem Spiel gesagt, dass es in der Trainingswoche Schwierigkeiten gab. Um was es konkret ging, hatte der Trainer nicht erläutert. Daraufhin hatten Medien über eben jene Aussagen bezüglich der Probleme im Hoffenheimer Training berichtet. Das schmeckte dem Coach offenbar ganz und gar nicht.

„Ich lese jetzt gerade in der Zeitung, dass wir das erste Mal wieder gut trainiert haben“, sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz und führte schnippisch fort: „Ich glaube, diese Aussage interpretiert sehr viel in meine Aussagen hinein. Deswegen wird’s in Zukunft weniger Aussagen geben, weil es mir einfach zu viel Interpretation ist.“

Was Nagelsmann eigentlich meinte

Nagelsmann stellte klar: „Meine Aussage war, dass es um eine einzelne Thematik rund ums Training ging. Aber da gibt es ganz viele Beispiele, was das sein könnte. Ein Beispiel wäre: Die Mannschaft hat schlecht trainiert. Das hat jeder geschrieben. Das ist aber nicht so.“

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Hoffenheims Trainer weiter: „Es kann aber auch sein, dass es bei meiner Aussage ums Auslaufen ging. Und darum ging’s auch. Es ging auch darum, dass die Mannschaft überhart trainiert. Es wurde aber einfach nur reininterpretiert, dass die Mannschaft schlecht trainiert. Und in meiner Amtszeit hat die Mannschaft nur einmal schlecht trainiert. Das war an einem Dienstag im Jahr 2017.“

Nagelsmann: „Bin nicht so unerfolgreich“

Schließlich klopfte Nagelsmann sich noch fleißig auf die eigene Schulter und suchte händeringend nach Belegen für das tolle Training in Sinsheim: „Wir hatten schon einige Hospitanten bei uns, Co-Trainer von anderen Vereinen. Und die haben mir alle bestätigt, dass bei uns der Zug im Training deutlich höher ist als bei vielen anderen Vereinen. Mein Pressesprecher hat mir gerade noch eine Statistik rausgekramt, die belegt, dass ich nicht ganz so unerfolgreich bin aktuell – im Vergleich mit anderen Bundesligatrainern.“

 
 

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