Borussia Dortmund: Bierhoff spekuliert über Götze-Zukunft – „Wird sich schwer tun“

Oliver Bierhoff spekuliert über die Zukunft von Borussia Dortmunds Mario Götze.
Oliver Bierhoff spekuliert über die Zukunft von Borussia Dortmunds Mario Götze.
Foto: imago/Rene Traut

Der Vertrag von Mario Götze bei Borussia Dortmund läuft am Saisonende aus. Die Zeichen stehen auf Abschied.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff erklärte nun, dass der Profi von Borussia Dortmund bei einer möglichen Vereinssuche vor großen Herausforderungen stehen könnte. .

Borussia Dortmund: Bierhoff prophezeit Götze niedrigere Gehaltsklasse

Am Beispiel von Nationalspieler Mario Götze skizziert Bierhoff die vermutlich massiven Auswirkungen der Corona-Krise auf den Profifußball. „Der Transfermarkt wird sich abkühlen. Die Preise werden sinken“, sagt der 51 Jahre alte Bierhoff der „Gazzetta dello Sport“. „Ein Spieler am Ende des Vertrages, nehmen wir zum Beispiel Mario Götze her, wird sich schwer tun, wieder auf die alten Zahlen zu kommen“, prophezeit Bierhoff.

Der hochdotierte Vertrag des 27 Jahre alten Götze, der 2014 in Brasilien das Siegtor für Deutschland im WM-Finale gegen Argentinien geschossen hatte, bei Borussia Dortmund läuft am Saisonende aus. Der Offensivspieler könnte damit ablösefrei den Verein wechseln.

Bierhoff kritisiert den Profi-Fußball

Bierhoff übte grundsätzliche Kritik an Entwicklungen im Fußball vor der Corona-Pandemie. „Bis jetzt hat es eine sehr hohe Geschwindigkeit im Fußball gegeben, man wollte immer mehr, jeder meinte stets, dass man bei jeder Veränderung immer dazugewinnen müsse. Gier war immer das oberste Prinzip. Am Ende explodiert das System.“

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Die Zukunft sieht nach Ansicht des Europameisters von 1996 so aus: „Jetzt fangen wir wieder auf einem niedrigeren Level an. Wir kehren dahin zurück, wo man froh ist, einen Job zu haben, wo man sich gut fühlt, zur Arbeit gehen zu können. Das ist ein neues Glücksgefühl.“

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Das ist Oliver Bierhoff

  • Geboren am 1. Mai 1968 in Karlsruhe
  • Profi-Fußballer von 1986 bis 2003, von 1991 bis 2003 in Italien
  • Seit 2004 ist er als Funktionär für den DFB tätig
  • Aktuelle Position: DFB-Direktor

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Gehaltsverzicht: „Symbolische Geste“

Seinen eigenen Gehaltsverzicht als einer der Spitzenverdiener beim DFB bezeichnete Bierhoff als „eine symbolische Geste, um ein Zeichen zu setzen“. Sich mit weniger abzufinden sei „richtig gegenüber dem Verband, den Arbeitern, den Leuten, die schuften. Man kommt mit weniger zurecht. Unser Leben ändert sich nicht.“

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In Geisterspielen ohne Zuschauer im Stadion sähe der Ex-Profi das kleinste Übel, um die Ligen doch noch abzuschließen. „Ich glaube auch, dass man die Saison zu Ende spielen muss, indem man vielleicht jetzt die Spieler in den Urlaub schickt, um dann im Sommer zu spielen“, sagte Bierhoff, der während seiner Karriere lange in Italien gespielt hatte. Dann müsste man allerdings auch die Vertragslaufzeiten und die Transferperiode daran anpassen. (dpa)

 
 

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