Weil BVB & Co. die Talente „klauen“ – Manchester City fordert Reform

Lucien Favre: Seine Karriere

Seit 2018 ist Lucien Favre Trainer bei Borussia Dortmund. Wir werfen einen Blick zurück auf seine bisherige Karriere.

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Sorgen Borussia Dortmund und die übrigen Bundesligateams unfreiwillig für eine Revolution im englischen Fußball? Auf diese Idee könnte man kommen, wenn man die neusten Aussagen von Manchester City hört.

Den „Skyblues“ stößt es sauer auf, dass sich allen voran immer wieder Borussia Dortmund englische Talente schnappt und diese nach Deutschland lockt.

Borussia Dortmund: Revolution im englischen Nachwuchsbereich?

Er ist das Gesicht einer ganzen Generation hoffnungsvoller englischer Talente: Jadon Sancho. Die Entwicklung, die der 20-Jährige seit seinem Wechsel vor drei Jahren zu Borussia Dortmund genommen hat, ist beispiellos.

Bei Manchester City trauern sie Sancho noch immer hinterher. Heute gilt er als einer der begehrtesten Spieler auf dem Markt. Dabei ist er längst nicht das einzige Talent, welches seinen Weg in die Bundesliga gefunden hat.

Da wären auch Jude Bellingham und Jamie Bynoe-Gittens auf Seiten des BVB oder Rabbi Matondo vom FC Schalke 04. Sie alle suchen ihr Glück in der Bundesliga. Das kommt bei den englischen Vereinen eher so mittel an.

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Das ist Jadon Sancho:

  • Geboren am 25. März 2000 in London
  • Spielte zunächst in der Jugend von Watford, ehe er zu Manchester City ging
  • Dort stieg er bis in die U18 auf
  • Dortmund sicherte sich seine Dienste für 7,8 Millionen Euro
  • Beim BVB explodierte seine Leistungskurve
  • Letzte Saison war er in 44 Spielen an 40 Toren direkt beteiligt

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Daher fordern die Citizens in Person von Manager Ferran Soriano nun Maßnahmen gegen das „Klauen“ von Talenten. „Junge Spieler zu entwickeln, ist ein Problem“, klagt er. Das Problem, welches er sieht: Anders als in Deutschland haben die englischen Profiteams keine zweite Mannschaft.

Es gibt lediglich U23-Mannschaften, die in einer eigenen Liga antreten. Diese sei vom Niveau her aber ungeeignet für die Talente, um den nächsten Schritt zu gehen. Daher sei ein Wechsel nach Deutschland um einiges attraktiver, selbst wenn man zunächst in der zweiten Mannschaft landen würde.

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„Die jungen Spieler finden nicht den richtigen Platz für ihre Entwicklung und werden von den deutschen Teams weggenommen“, sagt er. „Diese versuchen dann die Spieler an uns für das zehnfache zurück zu verkaufen. Das ist schlecht, das müssen wir lösen.“

Sanchos Marktwert schießt in die Höhe

Auch dafür ist Sancho das Paradebeispiel. 2007 kam er für knapp acht Millionen Euro zum BVB. Sein Marktwert lag damals bei fünf Millionen Euro. Heute wird dieser auf 117 Millionen Euro beziffert. Das bekam ausgerechnet Citys Stadtrivale United zu spüren, der den Flügelflitzer gerne verpflichtet hätten.

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Doch Borussia Dortmund blockte ab, wollte erst ab einem Angebot von 120 Millionen Euro verhandeln. Dieses ging nicht ein und Sancho blieb in Dortmund. Um das in Zukunft zu verhindern will Soriano, dass zweite Mannschaften auch in England zugelassen werden. Ob sein Hilferuf erhört wird, bleibt offen. (mh)

 
 

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