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Borussia Dortmund: Warum die Kritik an BVB-Coach Favre so daneben ist

Nach dem 2:2 von Borussia Dortmund beim SC Freiburg geriet Lucien Favre weiter in die Kritik.
Nach dem 2:2 von Borussia Dortmund beim SC Freiburg geriet Lucien Favre weiter in die Kritik.
Foto: imago sportfotodienst

Dortmund. Die Saison ist gerade mal ein paar Spiele alt, und schon wird rund um Borussia Dortmund Kritik am Trainer laut. Der zentrale Vorwurf vieler Fans und Experten an Lucien Favre: Der BVB sei bei eigener Führung zu sehr um Spielkontrolle bemüht und dränge zu wenig auf weitere Tore. Doch diese Kritik ist schlichtweg zu kurz gedacht und äußerst scheinheilig.

Denn diese Kritik kommt zu einem Großteil von denjenigen, die Borussia Dortmund unter Trainern wie Jürgen Klopp oder Peter Bosz zu Recht dafür kritisierten, dass der BVB auch bei eigener Führung oftmals recht blind anrannte. Durch diese brutal offensive Spielweise hatte Borussia Dortmund sich ein ums andere Mal unnötige Gegentore eingefangen und Siege verspielt.

Borussia Dortmund: Kritik am BVB-Coach

Favres Vorgabe ist hingegen im Grundsatz richtig und wichtig: Bei eigener Führung sind lange Ballbesitzphasen und Tempoverschleppungen ein effizientes und sinnvolles Mittel – speziell für einen BVB, der als nominelle Bundesliga-Spitzenmannschaft bei einem potenziellen Abstiegskandidaten zu Gast ist.

Natürlich muss bei einem solchen Bemühen um Spielkontrolle die Balance zwischen Defensive und Offensive stimmen. Denn Spielkontrolle bedeutet gewiss nicht, dass eine Mannschaft sich bei eigener Führung derart zurückziehen soll, wie Borussia Dortmund es in den vergangenen Spielen machte.

Dass die BVB-Profis die Vorgaben ihres Trainers derzeit nicht optimal umsetzen, ist unbestritten und lässt sich an den Ergebnissen ablesen. Das bedeutet aber nicht, dass das Favre-System grundsätzlich falsch ist.

BVB-Stars müssen an sich arbeiten

Ganz im Gegenteil: Marco Reus und seine Kollegen sind auch in Zukunft gut beraten, wenn sie bei eigener Führung einen kühlen Kopf bewahren anstatt zu aggressiv anzurennen – auch wenn diese abwartende Strategie bei den Fans weniger beliebt sein mag als spektakulärer Hurra-Fußball.

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BVB-Top-News:

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In den kommenden Wochen muss Favre mit seinen Spielern hart arbeiten, damit sie sein erfolgversprechendes System überzeugend auf den Platz bringen. Wenn ihnen das gelingt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich beim BVB wieder die Erfolge einstellen.

 
 

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