Dortmund

Borussia Dortmund: DAS macht die Kaderplanung für den BVB so schwierig

Michael Zorc und Borussia Dortmund stehen vor einer besonders herausfordernden Saison.
Michael Zorc und Borussia Dortmund stehen vor einer besonders herausfordernden Saison.
Foto: imago images/Revierfoto - imago images/Poolfoto - Collage: DER WESTEN

Dortmund. Am 15. Juli öffnet das Transferfenster in Deutschland. Dann kann auch Borussia Dortmund den einen oder anderen weiteren Neuzugang an Land ziehen.

Mit Thomas Meunier hat der BVB bereits einen würdigen Nachfolger für den abgewanderten Achraf Hakimi gefunden. Wenn alle anderen Leistungsträger bleiben sollten, hätte Borussia Dortmund ein schlagkräftiges Stamm-Gerüst für die kommende Spielzeit.

Borussia Dortmund: Schlägt der BVB auf dem Transfermarkt zu?

Da stellt manch ein BVB-Fan sich die Frage: Muss Borussia Dortmund in diesem Sommer überhaupt noch mal auf dem Transfermarkt aktiv werden?

Womöglich schon. Denn Sportdirektor Michael Zorc und seine Kollegen werden in diesem Jahr wohl so sehr wie noch nie darauf bedacht sein, den Kader in der Breite so stark wie möglich aufzustellen. Aus einem einfachen Grund: In der kommenden Spielzeit erwarten den BVB speziell in der Hinrunde unglaublich viele Spiele im Drei-Tages-Rhythmus.

Spezielle Saison 2020/21

Die Bundesliga-Saison beginnt wohl erst Mitte oder Ende September und muss wegen der EM im kommenden Jahr bereits früh im Mai enden. Dadurch ergeben sich alleine im Liga-Spielbetrieb deutlich mehr englische Wochen als in einer normalen Saison.

Dann kommen für Borussia Dortmund die sechs Spieltage der Champions-League-Gruppenphase hinzu, die von Mitte Oktober bis Mitte Dezember ausgetragen wird. DFB-Pokal und Abstellungen der vielen Nationalspieler in den Länderspielpausen machen die besonders hohe Mehrfach-Belastung beim BVB perfekt.

In den drei Monaten von Mitte September bis Mitte Dezember wird es für den BVB wohl kaum eine Woche geben, die nicht „englisch“ ist. Daher ist es in dieser Saison umso wichtiger, dass der Kader von Borussia Dortmund in der Breite bestmöglich aufgestellt ist.

------------------

Mehr zu Borussia Dortmund:

------------------

BVB braucht zwei Mannschaften

Im besten Fall wäre der BVB daher auf jeder Position doppelt top besetzt. Borussia Dortmund braucht quasi zwei schlagkräftige Mannschaften, um in der kommenden Saison in allen Wettbewerben groß aufspielen zu können.

Das Problem: Weil in der kommenden Saison die Belastungssteuerung so wichtig wie nie zuvor sein wird, müssten die Topspieler sich immer wieder damit begnügen, auf der Bank Platz zu nehmen. Ob jeder Star sich mit diesem Gedanken anfreunden kann?

Die große Herausforderung für Zorc und Co.: Der BVB braucht nicht nur gute Fußballer, sondern auch Spieler, die Verständnis für die enorme Bedeutung des Rotierens mitbringen und kein Problem damit haben, deutlich mehr Spiele zu verpassen als in üblichen Saisons.

Holt der BVB einen Haaland-Ersatz?

Auf welcher Position hätte der BVB überhaupt Bedarf? Borussia Dortmund würde zum Beispiel ein zweiter klassischer Mittelstürmer gut zu Gesicht stehen. Dieser könnte dafür sorgen, dass Lucien Favre seinem aktuell einzigen Stoßstürmer Erling Haaland im Laufe der Saison immer mal wieder eine Verschnaufpause gönnen kann, ohne dass der BVB-Trainer das System umstellen muss.

Zu größeren Transferaktivitäten wird es in diesem Sommer vermutlich erst ab August kommen. Denn viele europäische Ligen werden ihren Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise erst in den kommenden Wochen beenden.

 
 

EURE FAVORITEN